Turok 2: Seeds of Evil – boxart
N64Nintendo 64

Turok 2: Seeds of Evil

FPS 1998 Iguana Entertainment Turok ⏱ Lang · ~10–30 Std.
Turok 2: Seeds of Evil – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Turok 2: Seeds of Evil – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Ein ambitionierter FPS im urzeitlichen Dschungel, berühmt vor allem für eine berüchtigte Waffe.

Ein Bogen, eine Schrotflinte und uralte Feinde, die im üppigen Dschungel lauern, dazu eine Waffe, so brutal, dass sie zur Legende wurde. Turok 2: Seeds of Evil war 1998 einer der technisch ehrgeizigsten Shooter auf dem Nintendo 64 und hob die Messlatte dafür, wie Ego-Action auf einer Konsole auszusehen hat. Viele Spieler erinnern sich an ihn vor allem wegen einer berüchtigt bekannten Waffe.

Die Entwicklung übernahm das Studio Iguana Entertainment unter der Marke Acclaim und knüpfte an den erfolgreichen ersten Teil an, Turok: Dinosaur Hunter. Der zweite Teil vergrößerte die Level deutlich, fügte weitläufigere Umgebungen und ausgefeiltere Ziele hinzu, sodass aus einem simplen Shooter ein Abenteuer mit Elementen des Erkundens und der Aufgabenerfüllung wurde. Dazu kam die Unterstützung für das Expansion Pak, das eine höhere Bildauflösung ermöglichte.

Das Arsenal wurde zur Visitenkarte des Spiels. Neben dem Bogen und klassischen Waffen tauchte der sagenhafte Cerebral Bore auf, ein zielsuchendes Projektil, das sich in den Schädel eines Feindes bohrte und sich zuvor mit einem unverwechselbaren Geräusch in den Kopf fraß. Diese morbide Erfindungsgabe grub sich ins Gedächtnis einer ganzen Generation und wurde zum Symbol der kompromisslosen Atmosphäre der Reihe.

Kulturell gehörte Turok 2 zu den Titeln, die den N64 an die Grenze seiner Möglichkeiten trieben. Er erschien auch in einer PC-Version und erhielt im Rahmen der Wiederentdeckung der Reihe ein modernes Remaster, das die ursprünglich neblige Sichtweite und die Steuerung glättete. Rezensenten der Zeit lobten den Umfang und die Ambition, wenngleich das Spiel unter labyrinthischen Leveln und dichtem Nebel litt, der die Reichweiten-Beschränkungen der Konsole verbarg.

Heute ist Turok 2 eine Erinnerung an eine Ära, in der Konsolen-Shooter ihre Form erst noch suchten, und zugleich daran, wie weit die damaligen Schöpfer bereit waren, mit der Erfindungsgabe bei Waffen zu gehen. Er ist rau, ehrgeizig und unvergesslich.

Warum spielen: Für ehrgeizige Action an der Grenze der Möglichkeiten des N64 und für den Cerebral Bore, eine Waffe, die man schlichtweg nicht vergisst.

Spiel 47 von 77 für Nintendo 64

Derselbe Titel woanders (2)

Auf dem Nintendo 64 war das einer der technisch anspruchsvollsten Ego-Shooter seiner Zeit, mit weitläufigen, nebelverhangenen Umgebungen (der Nebel kaschierte auch die begrenzte Sichtweite) und einem gewaltigen Arsenal samt der legendären Cerebral Bore. Für den Game Boy Color verzichtete Entwickler Bit Managers vollständig auf die 3D-Perspektive und schuf stattdessen ein Actionspiel mit Draufsicht – einfachere Grafik, kleinere Level und ein begrenzteres Waffenarsenal, dafür spielbar auf einem Handheld, der für echte 3D-Shooter keine Leistung hatte. Wer die ursprüngliche Dschungel-Dino-Atmosphäre sucht, greift zur N64-Version; die GBC-Fassung bietet nur eine leichtere Variation desselben Themas.

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