The Chessmaster – boxart
GBNintendo Game Boy

The Chessmaster

Strategie 1990 The Software Toolworks ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
The Chessmaster – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
The Chessmaster – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Ein vollwertiges Schachprogramm mit einstellbarem Schwierigkeitsgrad und Speicherfunktion für laufende Partien.

The Chessmaster brachte eine vollwertige Schachsimulation des Studios The Software Toolworks auf den Game Boy, das zu jener Zeit für seine Computer-Schachprogramme bekannt war, die für eine Reihe damaliger Heimcomputer erschienen. Das Spiel erlaubt es, gegen eine Computer-KI mit einstellbarem Schwierigkeitsgrad zu spielen, die eigenen Züge auf einem übersichtlichen Schachbrett auf dem monochromen Display zu verfolgen und in manchen Versionen auch laufende Partien zu speichern, zu denen der Spieler jederzeit zurückkehren kann, ohne die ganze Partie von vorn beginnen zu müssen.

Die Übertragung einer komplexen Schach-Engine auf die begrenzte Hardware des Handhelds war für die damalige Zeit eine technisch bemerkenswerte Leistung – das Spiel musste die Zugberechnung und die Darstellung des Schachbretts schnell genug bewältigen, damit eine Partie nicht zäh wirkte, und die Oberfläche zum Auswählen und Ziehen der Figuren war so gestaltet, dass sie auch mit der begrenzten Anzahl an Game-Boy-Tasten funktionierte. Optisch ist das Spiel sparsam, aber funktional, mit klar unterschiedenen weißen und schwarzen Figuren, sodass die Stellung auf dem Brett auch auf dem kleinen Display gut lesbar bleibt und sich der Spieler auf das eigentliche Spiel konzentrieren kann, ohne unnötig auf Details blinzeln zu müssen. Die Cursorsteuerung über die Richtungstasten ist intuitiv, und selbst ein Spieler, der bislang nur auf einem klassischen Holzbrett Schach gespielt hat, gewöhnt sich schnell daran.

The Chessmaster wurde zu einem der wenigen wirklich ernsthaften Strategietitel für den Game Boy, der sich einem klassischen Brettspiel widmete, und fand seinen Platz bei Spielern, die tiefere, nachdenklichere Unterhaltung auf einem Handheld suchten. Heute ist es vor allem als Beleg dafür interessant, dass selbst eine tragbare Konsole mit monochromem Display ein vollwertiges Schachprogramm beherbergen konnte, vergleichbar mit den damaligen Computerversionen, und damit eine Tiefe bot, die man bei einem Handheld kaum erwartet hätte, während es gleichzeitig auch für den gewöhnlichen Spieler ohne tiefere Kenntnisse der Schachtheorie zugänglich blieb.

Warum spielen: Für Spieler, die auf einem monochromen Display die Tiefe eines echten Schachprogramms suchen, ist dies eines der wenigen wirklich ernsthaften Strategiespiele für den Game Boy – und dabei auch für Einsteiger zugänglich.

Spiel 82 von 147 für Nintendo Game Boy