Riviera: The Promised Land – boxart
GBAGame Boy Advance

Riviera: The Promised Land

JRPG 2005 Sting ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
Riviera: The Promised Land – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Riviera: The Promised Land – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Japanisches Rollenspiel, überarbeitet vom WonderSwan Color; ein gedächtnisloser Engel unter geheimnisvollen Frauen.

Riviera: The Promised Land ist ein japanisches Rollenspiel des Studios Sting, das ursprünglich auf dem WonderSwan Color erschien und in überarbeiteter Form auf den Game Boy Advance kam, im Westen veröffentlicht von Atlus. Die Geschichte folgt Ein, einem Engel aus dem himmlischen Reich, der ausgesandt wurde, um gefährliche Grimoires auf dem irdischen Kontinent Riviera zu versiegeln, sich aber aufgrund eines Fluchs nicht an seine eigene Vergangenheit erinnern kann und nach und nach von einer Gruppe von Frauen mit jeweils eigenen Motiven und Geheimnissen begleitet wird.

Das Gameplay unterscheidet sich deutlich von klassischen JRPGs mit freier Bewegung durch die Welt – die Umgebung ist in einzelne „Szenen“ unterteilt, in denen der Spieler aus einem begrenzten Angebot an Aktionen wie Betrachten, Gegenstand benutzen oder Kämpfen wählt, wodurch das Spiel eher an eine interaktive Visual Novel mit Kampfabschnitten erinnert. Die Kämpfe sind rundenbasiert und beruhen auf einem System von Gegenständen mit begrenzter Haltbarkeit, die sich allmählich abnutzen und kombiniert sowie verbessert werden müssen, was den Spieler zwingt, sowohl über die Ausrüstung als auch über die Reihenfolge der eingesetzten Angriffe nachzudenken. Der Anime-inspirierte visuelle Stil mit ausdrucksstarken Charakterporträts und reichlich beschreibendem Text verleiht dem Spiel eine Atmosphäre nahe an japanischen Visual Novels, begleitet von melodischer Musik, die den melancholischen Ton der Geschichte unterstreicht.

Bei westlichen Spielern blieb Riviera eher eine Nischenwahl, geschätzt vor allem von treuen JRPG-Fans wegen seiner ungewöhnlichen Struktur und der Tiefe seines Gegenstandssystems, weniger jedoch vom breiteren Publikum, das an traditionellere Handheld-Rollenspiele gewöhnt war. Heute wird das Spiel als eigenständiger Ausreißer aus den etablierten Schemata des Genres geschätzt und als angenehme Überraschung für Spieler, die auf dem GBA nach etwas anderem suchen als einem Standardabenteuer mit freier Bewegung auf der Karte. Das langsamere, textreiche Tempo macht es zudem zu einem Titel, der sich gut in kürzeren Abschnitten spielen lässt, und seine Betonung von Geschichte und Beziehungen zwischen den Figuren hat ihm den Ruf eingebracht, eines der erzählerisch ambitioniertesten Rollenspiele der Plattform zu sein.

Warum spielen: Für JRPG-Fans, die auf dem GBA etwas anderes suchen als ein traditionelles Kartenabenteuer, mit langsamerem Tempo und textlicher Tiefe, die sich fürs Spielen in kürzeren Abschnitten eignet.

Spiel 83 von 170 für Game Boy Advance

Derselbe Titel woanders (1)