Dreadhalls – boxart
CBRDGoogle Cardboard

Dreadhalls

Horor 2015 White Door Games ⏱ Kurz · bis ~3 Std. 🔞 18+

Einer der ältesten VR-Horrortitel (2013, Rift DK1); endlose dunkle Korridore ohne Licht.

Dreadhalls zählt überhaupt zu den ältesten und bekanntesten Horrorerlebnissen der virtuellen Realität, da es bereits 2013 für das Oculus Rift DK1 entstand; die spätere mobile Version für Cardboard und Gear VR brachte dieselbe Beklemmung in Taschenformat, ganz ohne angeschlossenen PC. Entwickelt wurde das Spiel vom kleinen Studio White Door Games, und es baut auf einem einzigen Prinzip auf: Der Spieler ist in einem endlosen Netz aus dunklen, prozedural generierten Gängen gefangen und muss, fast blind tastend, einen Ausweg finden.

Auf Cardboard wurde die Fortbewegung in automatisches oder blickgesteuertes Gehen umgewandelt, während die Hauptbedrohung weiterhin aus Schritten, Atemgeräuschen und fernem Knurren besteht, die sich nähernde, fast unsichtbare Gegner im Dunkeln ankündigen. Das Fehlen einer Karte oder eines klaren Ziels sowie drückende Stille, die von plötzlichen Soundeffekten unterbrochen wird, erzeugen ein für das Spiel typisches, permanentes Gefühl der Orientierungslosigkeit, das selbst mit der gegenüber der PC-Version deutlich reduzierten Grafik von Mobiltelefonen funktioniert.

Dreadhalls wird oft als einer der Titel genannt, die mitgeprägt haben, wie Horror in VR überhaupt aussieht, und sein Port auf Cardboard zeigte, dass sich seine Kernelemente, Beklemmung, Isolation und Sound, auch auf deutlich schwächerer Hardware ohne räumliches Tracking und ohne Controller bewahren lassen. Für viele Spieler war es das erste wirklich unangenehme Erlebnis mit einem Kartonheadset, und noch heute wird das Spiel als Beispiel dafür angeführt, wie wenig es braucht, um bei gut gemachtem Sounddesign ein starkes Bedrohungsgefühl auszulösen. Dass das Spiel auf so unterschiedlichen Plattformen funktionierte, von einem leistungsstarken PC mit bewegungsgetracktem Headset bis hin zu einem in einen Karton gesteckten Telefon, machte es zu einem der oft zitierten Argumente für die These, dass Horror ein Genre ist, das mobiler VR naturgemäß entgegenkommt, weil es keine komplexe Interaktion braucht, nur Umgebung und Sound.

Warum spielen: Für VR-Horrorfans, die erleben wollen, wie wenig es braucht, um mit gut umgesetztem Sounddesign Beklemmung und Angst auszulösen, egal ob auf einem leistungsstarken PC-Headset oder im Karton.

Spiel 8 von 12 für Google Cardboard