Bloodwych
Bloodwych ist ein Action-Rollenspiel aus der Ich-Perspektive, das für den Atari ST vom Studio Images Software über Mirrorsoft veröffentlicht wurde, und sein Hauptvorzug zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war ein einzigartiger Zweispieler-Modus mit geteiltem Bildschirm, bei dem zwei Spieler eigene Figuren steuern und gemeinsam denselben Dungeon durchqueren, bei Rätseln zusammenarbeiten oder sogar gegeneinander kämpfen konnten, wenn sie sich zum Wettstreit entschieden. Das Spiel spielt in einer Welt, die in mehrere eigenständige Dungeons unterteilt ist, zwischen denen sich der Spieler bewegt, Ausrüstung, Zaubersprüche und Erfahrung sammelt und schrittweise die Stärke seiner Gruppe aufbaut, wobei die einzelnen Level unterschiedliche Umgebungen, Feinde und versteckte Schätze bieten, die zu gründlicher Erkundung motivieren.
Auf dem Atari ST lief das Spiel auch im geteilten Zweispieler-Modus flüssig, was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine technisch anspruchsvolle Anforderung war, die hohe Ansprüche an Prozessorleistung und Speicher stellte, und die Steuerung kombinierte Maus mit Tastenkürzeln für schnellen Zugriff auf Inventar und Zauber. Die Grafik setzte auf einfache, aber gut erkennbare 3D-Gänge im Geiste damaliger Dungeon Crawler, die Klangkulisse war schlicht, aber funktional — der Schwerpunkt lag vor allem auf Spielbarkeit, übersichtlicher Steuerung und Kooperation zwischen zwei Spielern an einem Bildschirm. Die Spieler erstellten ihre Figuren nach eigenen Vorstellungen aus mehreren Klassen und Rassen, was Raum gab, mit der Gruppenzusammensetzung zu experimentieren und bei wiederholten Durchgängen verschiedene Spielstile auszuprobieren.
Bloodwych wurde in der zeitgenössischen Presse vor allem wegen seines Multiplayer-Konzepts positiv aufgenommen, das im Genre der Dungeon Crawler einzigartig war und das spätere Interesse an kooperativen Rollenspiel-Erlebnissen auf Heimcomputern vorwegnahm. Heute bleibt das Spiel eine interessante historische Station für Fans des Genres — als Solospiel mag es archaisch und schlicht wirken, doch als Beleg für das Experimentieren mit Multiplayer auf 16-Bit-Plattformen, in einer Zeit, in der nur wenige Spiele vergleichbare Kooperation boten, hat es weiterhin seinen Wert und erinnert an eine Zeit, in der zwei Spieler an einem Monitor eine gängige Form der Unterhaltung waren.
Warum spielen: Wegen des einzigartigen Multiplayer-Konzepts, bei dem sich zwei Spieler einen Dungeon Crawler an einem Monitor teilten — als Solospiel wirkt es heute archaisch, aber als Beleg für das Experimentieren mit Kooperation hat es weiterhin seinen Wert.
Spiel 36 von 72 für Atari ST