Q*bert
Q*bert kam 1983 in einer von Parker Brothers veröffentlichten Umsetzung des erfolgreichen Arkadeautomaten von Gottlieb auf den Atari 800. Der Spieler steuert ein orangefarbenes Wesen mit rüsselartiger Schnauze, das über eine Pyramide aus sechseckigen Würfeln springt und alle in die Zielfarbe umfärben muss, während es der Schlange Coily und anderen Gegnern ausweicht, die sich auf unterschiedliche Weise über die Pyramide bewegen. Fliegende Scheiben können dabei helfen, indem der Spieler im Notfall auf sie springt und so vom Rand der Pyramide weg vor den Verfolgern entkommt, doch ihr Einsatz kostet wertvolle Sekunden und einen Teil der Punktzahl, weshalb erfahrene Spieler sie nur für wirklich kritische Situationen aufheben.
Ein charakteristisches Merkmal des Spiels ist die isometrische Ansicht der Pyramide, an die man sich beim Einschätzen der Sprungrichtung erst gewöhnen muss, die dem Spiel aber zugleich einen unverwechselbaren visuellen Stil verleiht, der es auf den ersten Blick von den meisten damaligen Arkadespielen mit klassischer Drauf- oder Seitenansicht unterschied. Die Atari-Version versuchte, die bunte Farbpalette und die typischen Soundeffekte des Arkade-Originals originalgetreu nachzubilden, einschließlich des bekannten „Fluchens“ der Figur Q*bert beim Sturz von der Pyramide, dargestellt durch eine Sprechblase mit unverständlichen Symbolen. Das Tempo steigt mit jeder weiteren Stufe, und es kommen Gegner mit unterschiedlichem Verhalten hinzu, was den Spieler zwingt, seine Sprungstrategie ständig anzupassen und in schneller Folge von Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen.
Qbert gehörte in den 1980er Jahren zu den beliebtesten Arkademarken, und seine Heimumsetzungen auf Plattformen wie dem Atari 8-Bit trugen dazu bei, die Popularität der Figur über die Spielhallen hinaus zu verbreiten. Das Spiel wird für sein einfaches, aber süchtig machendes Prinzip geschätzt, das schnelle Reflexe mit räumlichem Denken verbindet. Auch heute ist Qbert leicht verständlich und unterhaltsam und zeigt gut, wie stark Arkadekonzepte sein können, die auf einer einzigen ausdrucksstarken Idee und einer unverwechselbaren Figur beruhen.
Warum spielen: Für ein einfaches, aber süchtig machendes Arkadeprinzip, das Reflexe mit räumlichem Denken verbindet – leicht zugänglicher Spaß rund um eine starke Idee und eine unverwechselbare Figur.
Spiel 58 von 124 für Atari 800 / 8-bit
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Der Gottlieb-Arcade-Automat besaß einen eigenen Sprachsynthese-Chip, mit dem Q*bert in jenen kryptischen Sprechblasen tatsächlich fluchte, und stellte die Pyramide als schattierte, farbige Würfel dar, was dem Bild echte Tiefe verlieh. Die Atari-2600-Version, beschränkt auf die zwei Kanäle des TIA-Soundchips und eine dünne Farbpalette, musste auf die Sprachausgabe ganz verzichten – die Figur piept nur –, und die Würfel wirken flach, ohne Schattierung. Trotzdem zählt sie zu den besseren Umsetzungen ihrer Zeit: Sprünge und Tempo blieben erhalten, nur Bild und Ton bleiben hinter der Arcade-Platine zurück. Wer Q*berts echtes Gemurmel hören will, greift zur Arcade-Version.