Street Fighter III: 2nd Impact
Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung von Street Fighter III: New Generation kam Capcom mit einer aktualisierten Version mit dem Untertitel 2nd Impact: Giant Attack heraus, die auf das reagierte, was den Spielern am ersten Teil der Dreier-Serie am meisten gefehlt hatte. Die auffälligste Änderung war die Rückkehr von Akuma, dem beliebten geheimen Kämpfer aus Street Fighter II und Alpha, dessen Abwesenheit im Originalspiel viele enttäuscht hatte. Neben ihm kamen Hugo, ein riesiger Wrestler und Rivale des Haupthelden Alex, sowie Urien hinzu, ein arrogantes Mitglied jener Blutlinie, zu der auch der spätere Hauptschurke Gill gehört.
2nd Impact ging es aber nicht nur um neue Gesichter. Capcom überarbeitete das Kampfsystem, indem es EX-Spezialangriffe hinzufügte - stärkere Versionen der Spezialangriffe, die einen Teil der Super-Art-Leiste kosten und durch gleichzeitiges Drücken von zwei oder drei Angriffstasten statt einer aktiviert werden. Diese Möglichkeit gab den Spielern eine weitere Entscheidungsebene in jedem Kampf: die Energie für eine volle Super Art aufsparen oder sie teilweise für einen sofortigen Vorteil mitten im Schlagabtausch opfern. Das Gleichgewicht der Charaktere und des Parrying wurde nach Erfahrungen aus den ersten Turnieren angepasst, und das Spiel wurde zu jener Version des dritten Teils, die in Spielhallen und bei Turnieren am längsten gespielt wurde, bevor sie ein Jahr später vom endgültigen 3rd Strike abgelöst wurde.
Das erweiterte Aufgebot brachte zudem die Kampfstile innerhalb des Spiels besser ins Gleichgewicht - Hugo brachte einen langsamen, aber extrem starken Ringkämpfer im Kontrast zu den schnelleren, technischeren Figuren, während Urien und Akuma aggressive, offensive Stile boten, die auf schnellem Druck und gefährlichen Kombinationen aufbauten. Gerade diese Vielfalt des 2nd-Impact-Aufgebots half der Serie, eine eigene, von den älteren Teilen unabhängige Identität zu finden, da das vorherige New Generation mit seinen zwölf Kämpfern für eine zu enge Stilauswahl kritisiert worden war. Viele dieser Figuren, darunter Urien und Hugo, kehrten später auch im nachfolgenden 3rd Strike und in weiteren Capcom-Crossovers zurück.
Warum spielen: Für alle, die New Generation mögen, sich aber ein vielfältigeres Aufgebot und ein tieferes Kampfsystem wünschen - 2nd Impact ist das Bindeglied zwischen dem rohen Anfang des dritten Teils und seinem Höhepunkt in Form von 3rd Strike, und Akuma-Fans kommen hier zusätzlich auf ihre Kosten.
Spiel 200 von 258 für Arcade
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