RoboCop
Auf der Erfolgswelle des gleichnamigen Films veröffentlichte Data East 1988 die Arcade-Prügelei RoboCop, in der der Spieler den titelgebenden Cyborg-Polizisten steuert, während er Detroit von Straßengangs säubert. Das Spiel kopierte treu die Schlüsselszenen des Films – von der Schießerei im Drogenlabor bis zum finalen Duell mit gedungenen Mördern – und versuchte, den Spielern das Gefühl der unerbittlichen, schwerfälligen Kraft der Hauptfigur zu vermitteln, die fast nichts aufhalten kann.
Im Vergleich zu üblichen Prügelspielen jener Zeit war RoboCop langsamer und methodischer: Die Figur bewegte sich bedächtig, verfügte dafür aber über eine leistungsstarke Pistole, die auch auf Distanz eingesetzt werden konnte, was das Spiel von rein auf Nahkampf ausgelegten Titeln wie Double Dragon abhob, bei denen sich der Spieler hauptsächlich auf die Fäuste verlassen musste. Die Levels kombinierten Faustkämpfe mit Schusswechseln und verwiesen auf konkrete Schauplätze und Figuren aus der Filmvorlage, etwa das Drogenversteck der Gang oder die Fabrikhalle, was besonders von jenen Fans geschätzt wurde, die genau verfolgten, wie präzise der Automat die Filmvorlage nachahmte.
Das Spiel wurde zu einem von mehreren erfolgreichen Filmlizenz-Titeln der späten Achtziger und half Data East, seine Position auf dem Markt für Adaptionen popkultureller Marken zu festigen, dem sich das Unternehmen zu dieser Zeit zunehmend intensiv widmete und auf dem es sich nach und nach einen Namen aufbaute. Bis heute wird es als solide gemachte Umsetzung des Films in Arcade-Action-Form in Erinnerung behalten, die dem Geist der Vorlage auch dort treu bleibt, wo dies dem Spielspaß eher im Weg steht, und als Erinnerung an eine Zeit, in der Filmlizenzen zu den sichersten Zugpferden der Spielhallen zählten.
Warum spielen: Es bietet eine originalgetreue und angenehm schwerfällige Umsetzung des Films RoboCop in Arcade-Action.
Spiel 124 von 258 für Arcade