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The Lord of the Rings
Die Spielereihe nach Tolkiens Vorlage begann bereits 1985 mit einem Textadventure für den ZX Spectrum, das sich auf die Buchtrilogie stützte und im Stil damaliger Textspiele die Erkundung von Mittelerde über eingetippte Befehle sowie Aufgaben entlang der Romanhandlung erlaubte - nicht unähnlich dem früheren The Hobbit derselben Generation britischer Entwickler. Es war ein typisches Produkt der Achtbit-Ära: kaum Grafik, dafür Fokus auf Text und Vorstellungskraft, und schon damals ein recht ambitionierter Versuch, eine ausufernde literarische Geschichte mit den begrenzten Mitteln der Heimcomputer jener Zeit interaktiv umzusetzen.
Die nächsten Teile ließen fast zwei Jahrzehnte auf sich warten und kamen in völlig anderer Form. Um die Jahrtausendwende entstanden, im Windschatten von Peter Jacksons Filmtrilogie, actionorientierte Umsetzungen für Game Boy Advance und GameCube, die statt auf Erkundung und Rätsel auf Kämpfe setzten. Die GameCube-Fassung bot vollständig dreidimensionale Gefechte nach Vorbild konkreter Filmszenen, von Moria bis Helms Klamm, an der Seite von Figuren wie Aragorn, Legolas und Gimli, während die Game-Boy-Advance-Version wegen des kleineren Bildschirms und einfacherer Steuerung auf ein übersichtlicheres zweidimensionales Actionkonzept umstieg, das besser zu einem Handheld passte.
Dieser Wandel zeigt recht anschaulich, wie sehr sich der Umgang mit Film- und Buchlizenzen in Videospielen über die Jahre verändert hat: Aus einer vorsichtigen, textbasierten Romanadaption, die vor allem auf die Vorstellungskraft der Spieler setzte, wurde ein actionreiches Spektakel, das von der Popularität und Optik der Filme zehrte, auf bekannten Gesichtern und Szenen aufbaute und sich vor allem an das breite Publikum der Trilogie richtete, weniger an die Leser der Bücher.
Teile der Reihe (11)
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The Lord of the Rings Online · 2007
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