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Diablo
Diablo, 1996 von Blizzard North veröffentlicht, verlagerte das Action-RPG-Genre von rundenbasierten Kämpfen in Echtzeit und ersetzte handgebaute Dungeons durch zufällig generierte Level, sodass das Spiel bei jedem Durchgang anders aussah – es ließ sich zudem vom Roguelike-Genre inspirieren. Spieler wählten zu Beginn eine von drei Figuren (Krieger, Diebin oder Zauberer), stiegen unter der Stadt Tristram hinab, dem namensgebenden Dämon entgegen, und sammelten dabei stetig bessere Ausrüstung mit zufällig generierten Eigenschaften. Die Formel war einfach und süchtig machend: Monster töten, bessere Beute finden. Das Spiel bot zudem einen Hardcore-Modus mit endgültigem Tod der Figur, und der Mehrspielermodus über Battle.net machte es zu einem der ersten breit gespielten Online-Actionspiele seiner Zeit.
Diablo II (2000) erweiterte den Umfang deutlich – fünf verschiedene Klassen (Amazone, Barbar, Nekromant, Zauberin und Paladin), fünf Akte mit sehr unterschiedlichen Schauplätzen von der Wüstenstadt Lut Gholein über den Dschungel von Kurast bis in die Hölle selbst, ein tieferes Itemsystem mit einzigartigen und Set-Gegenständen sowie Fertigkeitsbäume für jede Klasse. Das Add-on Lord of Destruction (2001) fügte zwei weitere Klassen, Assassinin und Druide, Runenwörter – Kombinationen von Runen, die in Waffen und Rüstung gesockelt eigene Bonusse ergaben – sowie den Horadrischen Würfel hinzu, mit dem sich Materialien und Gegenstände zu neuer Ausrüstung kombinieren ließen. Diablo II wurde zum Maßstab, an dem sich die meisten beutegetriebenen Action-RPGs bis heute messen lassen müssen, und seine Handelswirtschaft über Battle.net gehörte zu den lebendigsten aller Online-Spiele dieser Zeit.
Nach einer langen Pause erschien 2012 Diablo III, nach mehr als zehn Jahren Entwicklung, mit fünf neuen Klassen: Barbar, Hexendoktor, Zauberer, Mönch und Dämonenjäger. Auf dem PC verlangte es bei Erscheinen selbst im Einzelspielermodus eine ständige Internetverbindung und enthielt ein Echtgeld-Auktionshaus, was heftige Kritik an der Beutejagd und dem Spielgefühl auslöste; die Konsolenfassungen für PlayStation 3 und Xbox 360 boten dagegen Offline-Spiel. Die Erweiterung Reaper of Souls (2014) behob zusammen mit einer großen Überarbeitung des Beutesystems einen Großteil dieser Probleme, das Auktionshaus wurde später entfernt, und das Spiel führte Saison-Ladder ein, bei denen Spieler mit einer neuen Figur bei null beginnen – ein Konzept, das fester Bestandteil der Reihe blieb. Die Reihe erwarb sich einen Ruf als Serie, die sich von einem holprigen Start erholen konnte.
Neben der Hauptreihe entstanden das mobile und für PC erhältliche Free-to-Play-Spiel Diablo Immortal (2022), entwickelt in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Studio NetEase, dessen Monetarisierungsmodell unter Spielern für ausgiebige Debatten sorgte, sowie das Remaster Diablo II: Resurrected (2021), das das Originalspiel mit moderner Grafik ohne Änderungen an den Mechaniken zeigte. Diablo IV (2023) kehrte zu einem düsteren Ton und einer offeneren Welt mit gemeinsam genutzten öffentlichen Zonen, fünf Klassen von Barbar bis Nekromant und wiederkehrenden saisonalen Inhalten zurück.
Der Serie wird ein maßgeblicher Einfluss auf das gesamte beutebasierte Action-RPG-Genre zugeschrieben – Titel wie Path of Exile oder Torchlight gäbe es ohne sie vermutlich nicht –, auch wenn spätere Teile wiederholt für Online-Zwang und Monetarisierung kritisiert wurden. Die Kombination aus zufällig generierter Welt, tiefem Ausrüstungssystem und der unmittelbaren Jagd nach besserer Beute macht sie bis heute zu einem der einflussreichsten und meistkopierten Konzepte des Genres.
Teile der Reihe (12)
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Diablo: Hellfire · 1997
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Diablo III · 2012
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Diablo III: Reaper of Souls · 2014
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Diablo Immortal · 2022
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Diablo IV: Vessel of Hatred · 2024