Batman: The Caped Crusader
Batman: The Caped Crusader ist ein Action-Adventure von Ocean Software, das dem ZX Spectrum eine eigene, comicartig gestaltete Geschichte über den Dunklen Ritter bescherte, aufgeteilt in zwei eigenständige Episoden – die Auseinandersetzung mit dem Pinguin und mit dem Joker. Der Spieler bewegt sich durch Gotham City, sammelt Gegenstände und Werkzeuge aus Batmans Gürtel, darunter einen Enterhaken zum Klettern und eine Gasmaske gegen das Giftgas des Jokers, löst einfache räumliche Rätsel und muss auch Kämpfe gegen Gegner bestehen, während Übergänge zwischen den einzelnen Bildschirmen in Form gezeichneter Comicpanels mit Text erfolgen, die die Handlung vorantreiben und dem Spiel einen ungewöhnlich starken erzählerischen Rahmen verleihen.
Grafisch gehörte das Spiel zu den ambitionierteren Projekten von Ocean Software – ein großer, gut animierter Batman-Sprite, farblich abgestimmte Schauplätze und die erwähnten Comic-Einschübe verliehen dem Titel eine ungewöhnliche visuelle Identität auf dem Spectrum, wo sonst einfachere Actionspiele dominierten. Die Steuerung kombinierte Plattform-Bewegung mit dem Einsatz von Gegenständen, was das Spiel näher an ein Adventure als an reine Action rückte, und der Spieler musste sich merken, welches Werkzeug wann einzusetzen war, da das Inventar begrenzt war und eine falsche Entscheidung bedeuten konnte, für fehlende Ausrüstung zurückgehen zu müssen. Das Vorankommen in beiden Episoden erforderte somit nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch die Fähigkeit, die Umgebung systematisch zu erkunden und zu planen, welche Werkzeuge für welchen Abschnitt aufzuheben waren.
Batman: The Caped Crusader gehörte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zu den sehr gut aufgenommenen Lizenztiteln und wird bis heute als eines der ambitioniertesten Comic-Spiele der Achtbit-Ära genannt, das sogar mit späteren Versuchen ernsterer Batman-Spiele verglichen wird. Kritiker lobten vor allem die Kombination aus Action, Rätseln und Comic-Erzählung, die für die damalige Zeit ungewöhnlich durchdacht war. Die Zweiepisoden-Struktur und der Schwerpunkt auf Atmosphäre statt reiner Action machen es zu einem interessanten Beispiel dafür, wie Heimstudios versuchten, selbst auf begrenzter Hardware eine Geschichte zu erzählen.
Warum spielen: Für Fans von Comic-Spielen, die eine ungewöhnlich durchdachte Kombination aus Action, Rätseln und atmosphärischer Erzählung in zwei Episoden schätzen – eines der ambitioniertesten Spiele der Achtbit-Ära.
Spiel 92 von 100 für ZX Spectrum