Mass Effect: Andromeda
Mass Effect: Andromeda führte die Spieler in eine völlig neue Galaxie, weit entfernt von der bekannten Shepard-Trilogie, und bot eine Geschichte über Kolonisierung in der Rolle des Pathfinders Ryder. Das Spiel baut auf einem Action-RPG-System mit einer Sammlung von Fähigkeiten auf, die Biotik, Technik und Kampf-Upgrades kombinieren, wobei der Spieler frei zwischen ihnen wechseln konnte, ohne an eine strikte Charakterklasse gebunden zu sein – im Vergleich zu den Vorgängern eine deutliche Veränderung. Die Erkundung der Planeten fand größtenteils mit dem Radfahrzeug Nomad statt, die Umgebungen waren offener gestaltet und boten Nebenquests, das Sammeln von Ressourcen und den Aufbau von Außenposten als Teil der Haupthandlung über die Suche nach einer neuen Heimat für die Menschheit.
Auf der Xbox One lief das Spiel technisch solide, auch wenn der Launch von Kritik an den Gesichtsanimationen und einigen technischen Mängeln überschattet wurde, die spätere Patches deutlich verbesserten. Die musikalische Untermalung knüpfte an den ambienten Sci-Fi-Stil der Reihe an, und die Atmosphäre der Weltraumerkundung funktionierte gut, auch wenn Geschichte und Charaktere nicht das Niveau der ursprünglichen Trilogie erreichten. Die zeitgenössische Aufnahme war gespalten, Kritiker lobten das Kampfsystem und den Umfang der Inhalte, bemängelten aber die Dialoge und technische Fehler, was zur Einstellung geplanter Fortsetzungen und einer langen Pause der Marke führte. Heute wird das Spiel wohlwollender betrachtet, als solide, wenn auch unvollkommene Erweiterung des Mass-Effect-Universums mit einer ordentlichen Menge an Inhalten für Genre-Fans und einem offenen, endlos erkundbaren Universum voller Planeten.
Zum Paket gehörte auch ein kooperativer Mehrspielermodus namens APEX, in dem eine Gruppe von vier Spielern Missionen gegen Gegnerwellen absolvierte und dabei nach und nach neue Charaktere, Waffen und Ausrüstung freischaltete, was der Xbox-One-Version auch nach Abschluss der Kampagne eine unerwartet lange Lebensdauer verschaffte. Das Kampfsystem führte zudem erstmals in der Reihe aktive Ausweichmanöver und kurze Flugstöße mittels Rückentriebwerken ein, wodurch Feuergefechte dynamischer und vertikaler wirkten als bei den Vorgängern. Auch Jahre später bleibt Andromeda ein interessanter Abstecher für Fans des Sci-Fi-RPG-Genres, die Dutzende Stunden an Inhalten suchen und einen zugänglichen Einstieg in das Mass-Effect-Universum auch ohne Kenntnis der vorherigen Trilogie wünschen.
Warum spielen: Für Sci-Fi-RPG-Fans, die Dutzende Stunden an Inhalten, dynamischere Kämpfe mit Ausweichmanövern und Triebwerken sowie den kooperativen APEX-Modus suchen, bietet Andromeda einen zugänglichen Einstieg in das Mass-Effect-Universum auch ohne Kenntnis der Trilogie.
Spiel 122 von 204 für Xbox One