Batman: Arkham Knight
Batman: Arkham Knight beendete die Trilogie von Rocksteady und war der erste Teil der Serie, der ausschließlich für die Xbox-One-Generation entwickelt wurde. Gotham wurde evakuiert, Scarecrow bedroht die Stadt mit einem Gift, und der rätselhafte Arkham Knight betritt die Szene, jemand, der Batmans Methoden unangenehm gut kennt. Zum ersten Mal steht die gesamte Stadt am Stück zur Verfügung, ohne Ladezeiten zwischen den Vierteln, und die Spieler bewegen sich durch Gleiten, Enterhaken und vor allem das Batmobil fort. Dieses ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch eine Kampfmaschine, ein Rätsel-Werkzeug und Bestandteil fast jeder größeren Mission, sodass sich Fahr- und Fußabschnitte ständig vermischen.
Die Kämpfe knüpfen an das bewährte Freeflow-System an, bei dem der Rhythmus aus Schlägen, Kontern und Ausweichmanövern zu einer fast musikalischen Angelegenheit wird. Neu hinzugekommen sind kombinierte Finishing-Moves mit Verbündeten, klügere Gegner mit verschiedenen Rüstungstypen sowie erweiterte Predator-Räume, in denen Batman an Wasserspeiern hängt und bewaffnete Wachen nacheinander ausschaltet. Nebenhandlungen mit dem Riddler, Two-Face oder Firefly bieten Dutzende zusätzliche Spielstunden, und die Rätsel gehören zu den anspruchsvollsten der Serie. Für Diskussionen sorgte der starke Anteil an Panzerkämpfen gegen unbemannte Fahrzeuge, die manchen Spielern zu häufig und sich wiederholend vorkamen, auch wenn sie durch neue Gegnertypen zunehmend komplexer werden.
Technisch war das auf der Konsole ein sehr überzeugendes Spektakel: regennasse Straßen spiegeln Neonreklamen, und Partikel, Rauch sowie volumetrische Beleuchtung verleihen Gotham eine dichte Noir-Atmosphäre. Die Musik arbeitet mit düsteren Streichern und trägt dazu bei, das Gefühl zu vermitteln, dass die Stadt zusammenbricht und diesmal nicht alles gut ausgehen muss. Während die PC-Version bei ihrer Veröffentlichung für erhebliche technische Probleme bekannt war, wurde die Konsolenversion sehr gut aufgenommen und die Wertungen fielen hoch aus. Heute zählt Arkham Knight noch immer zu den am besten aussehenden und flüssigsten Superhelden-Spielen überhaupt, und seine Interpretation von Gotham hat das ganze Genre inspiriert. Wer die vorherigen Teile durchgespielt hat, bekommt hier einen würdigen und düsteren Abschluss.
Spiel 63 von 204 für Xbox One