F.E.A.R.
F.E.A.R. ist ein Action-Horrorspiel aus der Ego-Perspektive von Monolith Productions, das effektvolle Zeitlupen-Gefechte (Bullet Time) mit der Atmosphäre des japanischen psychologischen Horrors verbindet. Man schlüpft in die Rolle eines namenlosen Mitglieds der F.E.A.R.-Einheit, die entsandt wird, um die Verwüstungen einer paramilitärischen Einheit unter dem telepathischen Kommandanten Paxton Fettel zu untersuchen, wobei sich nach und nach ein dunkles Geheimnis rund um ein Mädchen namens Alma offenbart. Das Spiel wurde berühmt für seine fortschrittliche Gegner-KI, die zusammenarbeitet, in Deckung geht und untereinander kommuniziert, sowie für visuell einfallsreiche Gruselsequenzen, die intensive Feuergefechte durchziehen. Die Havok-Physik-Engine erlaubte zudem, dass Möbel und Umgebung unter Beschuss realistisch zerbarsten, was 2005 zur technologischen Spitze des Genres zählte.
Die ursprüngliche Version erschien im Herbst 2005 exklusiv für PC und wurde zu einem Referenztitel für die Grafikleistung und Physik damaliger Computer.
Der Xbox-360-Port folgte ein Jahr später, im Herbst 2006, und passte die Steuerung an den Gamepad an, während Kampagne und Geschichte unverändert blieben. Wegen der Einschränkungen der Konsole gegenüber leistungsstarken PC-Systemen wurden manche Effekte wie die Zerstörung der Umgebung und die Partikeldichte leicht reduziert und die Szenen in geringerer Auflösung dargestellt, doch die Zeitlupen-Bullet-Time und das Verhalten der Gegner blieben unangetastet. Die Xbox-360-Fassung brachte zudem Erfolge (Achievements) und Online-Ranglisten mit, die der PC-Version fehlten.
Anders als beim PC, wo später auch die eigenständigen Erweiterungen Extraction Point und Perseus Mandate die Geschichte um weitere Kapitel ergänzten, blieb die Xbox-360-Version auf das Basisspiel ohne diese Erweiterungen beschränkt, die auf der Konsole erst in einer eigenen, angepassten Fassung nachgereicht wurden. Dennoch blieb die Xbox-360-Version dank ihres Status als einer der technologisch stärksten Titel ihrer Generation ein häufig genanntes Beispiel dafür, wie gut sich Atmosphäre und Bullet Time vom PC auf die damals brandneue Konsole von Microsoft übertragen ließen.
Warum spielen: Wegen der atmosphärischen, technisch ambitionierten Action mit Bullet-Time-Effekten lohnt sich auch die Konsolenfassung, wenn auch ohne die späteren Erweiterungen Extraction Point und Perseus Mandate, die dem PC vorbehalten blieben.
Spiel 159 von 259 für Xbox 360