Final Fight
Final Fight ist einer der Grundpfeiler, auf denen das gesamte Beat-'em-up-Genre ruht. Capcom eroberte damit 1989 die Spielhallen und brachte es 1991 als einen der Flaggschiff-Starttitel der Konsole auf das Super Nintendo. Die Geschichte ist klassisch geradlinig: Bürgermeister und ehemaliger Wrestler Mike Haggar macht sich gemeinsam mit Cody und Guy auf, um Metro City von der Bande Mad Gear zu säubern, die Haggars Tochter Jessica entführt hat.
Das Spiel gibt dir ein Trio von Kämpfern mit unterschiedlichem Stil in die Hand, der wuchtige Haggar teilt Suplexe aus, der flinke Ninja Guy landet schnelle Combos und der ausgewogene Cody ist der ideale Einstieg. Du kämpfst dich durch Straßen, die U-Bahn und einen Aufzug voller Gegner, zerschlägst Fässer und Telefonzellen für Boni und demolierst in der berüchtigten Bonusrunde ein Auto. Die SNES-Umsetzung hatte ihre Einschränkungen (der Charakter Guy und der Zweispieler-Koop fehlten, und einige Gegner wurden zensiert), blieb aber dennoch außerordentlich beliebt.
Das Erbe von Final Fight ist gewaltig: Von hier zog Guy dauerhaft in die Welt von Street Fighter, und eine Reihe von Figuren und Orten verwob sich mit dem Capcom-Universum. Retro-Spieler schätzen das wuchtige Gefühl der Schläge, das ikonische Design der Bande Mad Gear und die raue Atmosphäre einer zerfallenen Großstadt der 80er. Eine Vorlage, an der das Genre laufen lernte.
Spiel 96 von 154 für Super Nintendo
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In den Spielhallen lief Final Fight auf Capcoms leistungsstarker CPS-Hardware mit voller Farbzahl, flüssigem Scrolling und vor allem gleichzeitigem Zweispieler-Koop. Die Super-Nintendo-Umsetzung von 1991 musste wegen begrenztem Modulspeicher und schwächerer Hardware genau diesen Koop-Modus opfern und eine der spielbaren Figuren, Guy, komplett streichen (er kehrte erst in einem späteren Nachfolger zurück); zudem ruckelt es gelegentlich bei vielen Gegnern auf dem Bildschirm. Die Sharp-X68000-Fassung von 1992 dagegen zählt zu den treuesten Heimkonvertierungen ihrer Zeit – sie behielt den vollen simultanen Koop der beiden verbliebenen Helden und kam Farbe und Flüssigkeit des Arcade-Originals bemerkenswert nahe.