Just Cause
Just Cause aus dem Jahr 2006 schickte die Spieler auf die fiktive karibische Insel San Esperito, wo sich der CIA-Agent Rico Rodriguez den Rebellen gegen eine diktatorische Regierung anschließt. Das Spiel von Avalanche Studios rühmte sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung einer der damals größten offenen Welten in Videospielen und vor allem einer völlig freien Fortbewegung - Fallschirm und Enterhaken erlaubten es, zwischen Bergspitzen zu gleiten, aus einem fahrenden Auto direkt in ein Flugzeug zu springen oder sich zu einem vorbeifahrenden Fahrzeug heranzuziehen. Zur Verfügung standen zudem zahlreiche Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge, die jederzeit gestohlen werden konnten, um mitten in einer Verfolgungsjagd hineinzuspringen. Diese Akrobatik war eine Neuheit im Sandbox-Action-Genre und unterschied Just Cause von seinen Zeitgenossen, die sich eher am Boden hielten und strikt zwischen Bewegung zu Fuß und im Auto trennten.
Die PlayStation-2-Version erschien gleichzeitig mit den Editionen für PC, Xbox und die neue Xbox 360, musste sich aber in die deutlich bescheidenere Leistung einer damals bereits sechs Jahre alten Konsole einfügen. Die Texturen sind merklich gröber, die Sichtweite kürzer, und das Spiel stellt weniger Vegetation, Fahrzeuge und Zivilisten gleichzeitig dar als auf PC oder Xbox 360 - wo die neue Generation ein ganzes Tal mit Dutzenden bewegten Objekten zeigte, verschwamm die Ferne auf der PS2 oft im Dunst oder die Szenerie wurde vereinfacht und ausgedünnt. Die Bildrate schwankt zudem spürbarer genau in den Momenten, in denen der Spieler hoch über der Insel mit dem Fallschirm springt und das Spiel plötzlich ein großes Stück Terrain, Explosionen und mehrere Fahrzeuge gleichzeitig im Bild berechnen muss.
Trotz dieser technischen Einschränkungen blieben auf der PS2 die gesamte Geschichte, die volle Ausdehnung der Insel San Esperito sowie alle Nebenaktivitäten und Fraktionsmissionen erhalten, sodass die Konsolenbesitzer inhaltlich nichts verpassten - nur beim visuellen Glanz und der Flüssigkeit. Für viele war es 2006 der einzig verfügbare Weg, die weitläufige offene Welt von Just Cause und ihre stuntreichen Kunststücke auszuprobieren, ohne neue Hardware der kommenden Generation kaufen zu müssen.
Warum spielen: Für Fans offener Welten und Stunt-Kunststücke, die 2006 keine neue Konsole hatten - die PS2-Version bewahrt die gesamte Insel San Esperito, die Geschichte und alle Nebenmissionen, nur mit spürbar schwächerer Grafik.
Spiel 184 von 269 für Sony PlayStation 2