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Just Cause
Just Cause (2006) vom schwedischen Studio Avalanche Studios baute seine Open-World-Action um zwei Werkzeuge auf, die zum Markenzeichen der Reihe wurden – Fallschirm und Enterhaken, mit denen Agent Rico Rodriguez die Distanz zwischen einem fahrenden Auto und einem Flugzeug mitten in der Luft überwinden konnte. Der Spieler übernahm nach und nach die Kontrolle über die fiktive Insel San Esperito, indem er Rebellenfraktionen gegen das herrschende Regime unterstützte, doch der Sturz des Diktators war eigentlich nur ein Vorwand für eine Kette von Stunts; das Spiel setzte auf Bewegungsfreiheit und überzogenes, filmreifes Chaos statt auf eine sorgfältig erzählte Geschichte.
Just Cause 2 (2010) verfeinerte diese Formel – eine deutlich größere Insel namens Panau, einen verbesserten Enterhaken, der beliebige zwei Objekte miteinander verbinden konnte, etwa Gegner mit explosiven Fässern, und nahezu grenzenlose Freiheit, Zerstörung aneinanderzureihen. Damit gewann das Spiel eine treue Fangemeinde, von der viele es vor allem wegen seines populären inoffiziellen Multiplayer-Mods spielten und weniger wegen einer ernsten Erzählung.
Just Cause 3 (2015) fügte einen Wingsuit hinzu, mit dem man zwischen den Bergen der fiktiven Mittelmeerinsel Medici gleiten konnte, und eröffnete damit noch mehr Möglichkeiten, Haken, Fallschirm und Wingsuit in der Luft zu kombinieren, ohne je den Boden zu berühren. Die Zerstörung von Infrastruktur – Brücken, Türme, Treibstofftanks – wurde neben der Hauptgeschichte um den Sturz des Diktators Sebastiano Di Ravello und die Befreiung der Heimatinsel des Helden zu einem Ziel für sich. Die Reihe positionierte sich durchgehend als unbeschwertes, actionfilmartiges Gegengewicht zu ernster gehaltenen Open-World-Spielen, eine Identität, die ganz auf ihrem sorglosen Umgang mit Physik und Zerstörung beruhte.
Teile der Reihe (4)
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Just Cause · 2006
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Just Cause 2 · 2010
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Just Cause 3 · 2015
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Just Cause 4 · 2018