Centurion: Defender of Rome
Centurion: Defender of Rome versetzt den Spieler in die Rolle eines römischen Feldherrn, der die Vorherrschaft des Imperiums über das gesamte Mittelmeer ausbauen und halten muss. Das Spiel verbindet eine strategische Karte, auf der Provinzen verwaltet, Steuern eingetrieben und Feldzüge geplant werden, mit taktischen Schlachten zu Land und zu Wasser sowie Gladiatorenkämpfen in der Arena, die als eigenständige Action-Sequenzen funktionieren. Die politische Ebene umfasst auch das Verhältnis zum römischen Senat und zum Kaiser, dessen Gunst die Karriere des Spielers ebenso befördern wie beenden kann, und im Laufe des Spiels kann sich der Spieler selbst vom einfachen Feldherrn bis zum Titel des Kaisers hocharbeiten.
Auf dem Atari ST bot das Spiel eine farbenfrohe, übersichtliche Darstellung sowohl der Reichskarte als auch der einzelnen Schlacht- und Arenaszenen, die in Echtzeit mit direkter Einheitensteuerung abliefen. Der Wechsel zwischen ruhigerer strategischer Provinzverwaltung und dynamischen Kämpfen hielt das Tempo des Spiels flott und verhinderte, dass es sich auf bloßes Ressourcenzählen reduzierte. Die Gladiatorenkämpfe in der Arena erfüllen zudem eine praktische Funktion - ein erfolgreicher Kämpfer verdient zusätzliche Mittel, die wieder in den Ausbau des Imperiums investiert werden können, und steigert zugleich seine Beliebtheit beim römischen Volk.
Centurion: Defender of Rome wurde bei seiner Veröffentlichung dafür gelobt, wie zugänglich und unterhaltsam es die Verwaltung des Imperiums mit Action-Elementen verband, ohne dass eine der beiden Komponenten die andere erdrückte. Das Spiel knüpfte an die Tradition von Titeln wie Defender of the Crown an und entwickelte das Genre der historischen Strategiespiele mit filmischer Präsentation, klar verständlicher Steuerung und schnellem Tempo weiter, das auch weniger erfahrenen Strategiespielern zugänglich war. Heute ist Centurion vor allem als einer der zugänglicheren Einstiege in das Genre der historischen Strategiespiele interessant und als Beleg dafür, wie stark Themen rund um das antike Rom Ende der Achtzigerjahre die gesamte Spieleindustrie prägten.
Warum spielen: Für Spieler, die einen zugänglichen Einstieg in historische Strategiespiele suchen - schnelles Tempo und verständliche Steuerung machen es zu einer angenehmen Wahl auch für weniger erfahrene Strategen.
Spiel 52 von 72 für Atari ST