Centurion: Defender of Rome
Centurion: Defender of Rome verbindet die Verwaltung einer römischen Provinz mit rundenbasierter Führung von Legionen und Gladiatorenkämpfen in der Arena, wodurch es eine ungewöhnlich vielseitige Mischung von Genres in einem einzigen Spiel bietet, zusammengehalten von einem leichten, unbeschwerten Ton, der sein antikes Thema nicht allzu ernst nimmt. Als römischer Feldherr erobert und verwaltet der Spieler nach und nach Gebiete rund um das Mittelmeer, entscheidet über Bauvorhaben, Steuern und Beziehungen zum Senat, während er auf der Provinzkarte Legionen gegen barbarische Stämme und rivalisierende Generäle führt, die ebenfalls nach dem eigenen Aufstieg bis zum Thron streben.
Zum Spiel gehören auch direkt spielbare Schlachten auf der Karte mit Einheiten, die je nach Gelände positioniert werden, sowie Zwischenspiele in Form von Gladiatorenkämpfen im Kolosseum, wo der Spieler einen Kämpfer in einem Duell auf Leben und Tod vor den Augen der römischen Menge steuert, deren Gunst darüber entscheidet, ob der besiegte Gegner überlebt. Diese Kombination aus strategischer, taktischer und arkadenhafter Ebene macht das Spiel zu einem für seine Zeit ungewöhnlich komplexen Erlebnis. Auf dem Amiga profitierte Centurion von bunter, gut lesbarer Grafik und übersichtlichen Provinzkarten, die den Zustand des Reiches, seine Grenzen und seine Beziehungen zu benachbarten Stämmen gut vermittelten.
Feierliche, schwungvolle Orchestermusik unterstreicht die imperiale Atmosphäre und das Gefühl, ein großes Reich aufzubauen, egal ob der Spieler gerade Senatsintrigen löst oder einem Gegner in der Arena gegenübersteht. Centurion: Defender of Rome wurde bei seiner Veröffentlichung gerade wegen seiner Genrevielfalt und seiner Fähigkeit, auf den ersten Blick disparate Elemente zu einem stimmigen Ganzen zu verweben, positiv aufgenommen. Es wird bis heute als einer der eigenständigsten Strategietitel aus der älteren Ära von Electronic Arts in Erinnerung behalten, der sich nicht scheute, Genres auf eine selbst nach heutigen Maßstäben ungewöhnliche Weise zu mischen, und wirkt gerade wegen dieses Mutes, Reichsverwaltung, taktische Schlachten und persönlichen Kampf zu einem übersichtlich zusammengestellten Ganzen zu verbinden, bis heute frisch.
Warum spielen: Für Strategiefans, die den Mut zur Genremischung zu schätzen wissen, bietet die Verbindung aus Reichsverwaltung, taktischen Schlachten und Arenaduellen bis heute ein ungewöhnliches und stimmiges Erlebnis.
Spiel 111 von 121 für Commodore Amiga