Elite
Elite gehört zu den einflussreichsten Computerspielen der 1980er-Jahre, und seine Atari-800-Version brachte den Besitzern des 8-Bit-Rechners ein offenes Universum, wie man es zuvor nicht gesehen hatte. Der Spieler übernimmt die Rolle eines unabhängigen Piloten, der zwischen Dutzenden von Sternensystemen fliegt, mit Waren von Lebensmitteln bis hin zu illegalen Drogen und Waffen handelt, Transportaufträge erfüllt und im offenen Raum häufig Piraten oder Patrouillen gegenübersteht. Grundlage ist eine Drahtgitter-3D-Grafik mit Verdeckungsberechnung, die auf dem Atari überraschend flüssig lief und angesichts der Rechenleistung der Maschine bis heute wie ein kleines technisches Wunder wirkt, denn nur wenige Heimcomputer jener Zeit wagten sich an eine ähnlich komplexe Vektorgrafik.
Das Spiel hat weder eine lineare Handlung noch ein festes Ziel – der Fortschritt bemisst sich an einem Rang, den der Spieler durch die Zerstörung feindlicher Schiffe und erfolgreichen Handel erreicht, und dieselbe Freiheit bestimmt auch, wie lange und in welche Richtung er die Galaxie durchqueren wird. Die Steuerung des Schiffs in sechs Freiheitsgraden, das Andocken an Stationen und die Kampfphysik stellten Anforderungen an den Spieler, die bei Heimcomputern jener Zeit ungewöhnlich waren, und das Handbuch enthielt sogar eine kurze Erzählung, die die Spielwelt erweiterte und die Grundlagen von Weltraumrecht und Handel erklärte. Auf dem Atari spielte sich das Spiel praktisch identisch wie auf anderen 8-Bit-Plattformen, was nur bestätigt, wie gut sich das Grundkonzept übertragen ließ, auch wenn das Laden von Disketten auf manchen Rechnern die Übergänge zwischen den Systemen spürbar verlangsamte.
Elite wird bis heute als eines der ersten Spiele genannt, die zeigten, dass eine offene Welt und eine Wirtschaftssimulation auch auf bescheidener Hardware funktionieren können, und sein Einfluss ist in der gesamten späteren Generation von Weltraumsimulatoren und Open-World-Spielen im Allgemeinen spürbar. Auf dem Atari 8-Bit ist es ein Titel, der es auch heute noch verdient, ausprobiert zu werden, auch wenn er Geduld mit der Steuerung, der Orientierung auf der Sternenkarte und der Wirtschaft der Galaxie erfordert, die das Spiel dem Spieler nie auf einmal erklärt, sondern die er sich selbst durch schrittweises Ausprobieren erschließen muss.
Warum spielen: Für Spieler, die bereit sind, Geduld in die Steuerung und in eine Wirtschaft zu investieren, die sie sich selbst erschließen müssen, bietet es eine der einflussreichsten offenen Welten in der Geschichte der Videospiele.
Spiel 91 von 124 für Atari 800 / 8-bit
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Diese Weltraum-Legende entstand ursprünglich auf dem BBC Micro mit rein drahtgitterförmiger 3D-Grafik der Schiffe, und die Heim-8-Bitter gingen mit diesem Erbe unterschiedlich um. Die Commodore-64-Version gab den Schiffen gefüllte, farbige Flächen statt bloßer Umrisse, wodurch Kämpfe und Andockmanöver klarer und optisch reicher wirken. Die ZX-Spectrum-Version blieb wegen ihrer begrenzteren Geschwindigkeit und Speicherkapazität näher am ursprünglichen Drahtgitterstil, Handels- und Kampfsystem sind auf beiden Rechnern jedoch identisch. Wer schönere, klarere 3D-Grafik will, greift zum C64; Fans des kargen Drahtgitterlooks bevorzugen das Spectrum.