Centipede – boxart
7800Atari 7800

Centipede

Arcade / Shooter 1986 General Computer Corporation ⏱ Kurz · bis ~3 Std.
Centipede – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Centipede – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Ein hypnotisch schnelles Arcade-Spiel, in dem Ruhe binnen Sekunden in Panik umschlägt. Eine Vorzeige-Umsetzung.

Pilze, Spinnen, Flöhe und ein endlos kriechender Tausendfüßler, der sich im Zickzack den Bildschirm hinab direkt auf deinen Geschützlauf zubewegt. Centipede ist ein hypnotisch schnelles Arcade-Spiel, das binnen Sekunden Ruhe in völlige Panik verwandeln kann, und auf dem Atari 7800 gehört es zu den Vorzeigeumsetzungen des Systems.

Du steuerst einen kleinen Schützen am unteren Bildschirmrand und überschüttest den Tausendfüßler mit Feuer, während er sich durch ein Feld von Pilzen nach unten frisst. Jeder Treffer in den Körper des Tausendfüßlers teilt ihn in zwei eigenständige, noch unangenehmere Stücke, und an der Trefferstelle wächst ein weiterer Pilz. Das Feld füllt sich so allmählich mit Hindernissen, zwischen denen sich Spinnen, Flöhe und Skorpione hindurchschlängeln, die dich aus mehreren Richtungen zugleich bedrohen. Das Spiel lässt sich am besten mit einem Trackball steuern, der blitzschnelle Positionswechsel des Schützen erlaubt.

Centipede wurde 1981 von Atari veröffentlicht, und eine der Mitautorinnen war Dona Bailey, eine der wenigen Programmiererinnen in der damaligen Arcade-Branche. Das Spiel wurde auch dadurch berühmt, dass es dank pastelligerer Farben und einer weniger aggressiven Ästhetik ein breiteres Publikum anzog, darunter viele Spielerinnen, was für die damalige Zeit bemerkenswert war.

Der Titel wurde zu einem der kommerziell erfolgreichsten Arcade-Automaten von Atari und erhielt eine Reihe von Ports auf Heimsysteme sowie eine Fortsetzung namens Millipede. Sein süchtig machendes Tempo und das sich ständig verändernde Spielfeld machten ihn zum Maßstab der sogenannten Field-Shooter, bei denen die Feinde in Schwärmen kommen und der Druck nie nachlässt.

Die Version für den Atari 7800 gehört zu den gelungenen, flüssig und farblich lebendig, wodurch sie den hektischen Zauber des Originals auch unter Heimbedingungen bewahrt. Es ist genau die Art von Spiel, bei der man sich noch eine Partie vornimmt und plötzlich ist es nach Mitternacht.

Warum spielen: Ein hektischer, süchtig machender Shooter mit einem sich ständig verändernden Spielfeld und einem Stück Spielgeschichte in Form der Mitautorin Dona Bailey.

Spiel 3 von 37 für Atari 7800

Derselbe Titel woanders (4)

Das Arcade-Original von 1981 bleibt bis heute der Maßstab, mit flüssiger Animation des Tausendfüßlers und seines Schwarms aus Spinnen und Flöhen vor leuchtend bunten Pilzfeldern. Der Port für das Atari 2600 zählt zu den am besten bewerteten Umsetzungen auf diesem System – anders als der berüchtigt misslungene Pac-Man-Port bewahrten die Entwickler hier Spielgefühl und Tempo trotz kantigerer Grafik und der begrenzten Farbpalette des 2600. Das Atari 5200 verfügte über stärkere Hardware, weshalb seine Version flüssigere Bewegung und Farben zeigte, die näher am Arcade-Original lagen als beim älteren 2600. Wer das originalgetreueste Erlebnis will, wählt die Arcade-Version, wer die beste Heimumsetzung der frühen 1980er sucht, schätzt das Atari 5200.