Phoenix
Phoenix ist eine der Ikonen des goldenen Zeitalters der Spielhallen, veröffentlicht 1980 von Amstar Electronics. Der Spieler steuert ein Raumschiff am unteren Bildschirmrand und sieht sich Wellen von Vogel-Aliens gegenüber, die mit ausgebreiteten Flügeln herabstürzen und deren Eier nach und nach zu weiteren Gegnern ausbrüten – es reicht also nicht, nur auf die ausgewachsenen Exemplare zu zielen, auch die Nester selbst müssen zerstört werden.
Das Spiel ist vor allem für seinen finalen Kampf gegen ein riesiges Mutterschiff bemerkenswert, das zunächst durch seinen Schild durchgeschossen werden muss, bevor der Kern getroffen werden kann – eines der ersten Beispiele eines mehrstufigen Bosskampfs in der Geschichte der Videospiele, ein Jahrzehnt bevor solche Kämpfe zur Genre-Selbstverständlichkeit wurden. Der Spielverlauf wechselt somit zwischen klassischen Gegnerwellen und technisch anspruchsvolleren Kampfphasen, die einen anderen Ansatz erfordern als bloßes Ausweichen und Draufhalten auf die Masse, und dieses Wechselspiel unterschiedlicher Tempi bringt eine willkommene Abwechslung in ein sonst geradliniges Genre.
Phoenix gehörte seinerzeit neben Galaxian und Space Invaders zu den erfolgreichsten Titeln des Fixed-Shooter-Genres und diente in vielen Ländern als erste Begegnung der Spieler mit dem Konzept einer schrittweise steigenden Schwierigkeit und mit Bossgegnern. Der einfache, aber wirkungsvolle schwarze Sternenhimmel wurde zum visuellen Markenzeichen einer ganzen Generation ähnlich gestalteter Titel, und der Spieler musste in ihm lernen zu unterscheiden, wann es besser ist, zur Seite auszuweichen, und wann stattdessen anzugreifen.
Warum spielen: Phoenix bietet einen der historisch ersten ausgefeilten Bosskämpfe in Form eines Mutterschiffs und war damit seiner Zeit um viele Jahre voraus.
Spiel 119 von 258 für Arcade