Pac-Mania
Pac-Mania wurde 1987 von Namco als radikaler grafischer Neustart des klassischen Pac-Man veröffentlicht – das Labyrinth wird nun in isometrischer 3D-Perspektive dargestellt, und der Hauptcharakter erhielt eine neue Sprungtaste, mit der er über Geister sowie über Teile von Wänden springen kann. Sounds und Musik knüpfen dabei an den wiedererkennbaren Stil der ursprünglichen Serie an, sodass das Spiel trotz der grafischen Verwandlung sofort erkennbar bleibt.
Das Grundprinzip des Punktefressens und der Flucht vor Gespenstern bleibt unangetastet, doch das schnellere Tempo und die neue vertikale Bewegungsdimension zwingen den Spieler, die etablierten Vorgehensweisen aus den ursprünglichen Labyrinthen zu überdenken. Das Springen eröffnet zudem neue taktische Möglichkeiten, Geister in engen Gängen auszutricksen, was das Spiel näher an das Action-Genre heranrückt als an eine reine Fluchtstrategie, und fügt eine Entscheidungsebene hinzu, die das ursprüngliche flache Labyrinth nicht kannte.
Das farbenfrohe, für seine Zeit visuell eindrucksvolle Pac-Mania wurde zu einer der letzten großen Arcade-Veröffentlichungen der gesamten Serie, bevor sich die Marke stärker auf Heimkonsolen und Handhelds verlagerte. Dank seiner Zugänglichkeit behielt es seine Beliebtheit auch bei Spielern, die das klassische Labyrinth bereits vom Ende der siebziger Jahre kannten, und bot ihnen einen Grund, noch einmal zur selben Formel zurückzukehren – nun in neuem Gewand. Die neuen Labyrinthe unterscheiden sich zudem gegenüber den vorherigen Serienteilen in Form und Gangaufteilung, sodass auch erfahrene Spieler neue Fluchtwege suchen mussten.
Warum spielen: Pac-Mania frischt das bekannte Rezept mit isometrischer Ansicht und Springen auf und bietet so eine schnellere und taktischere Variante des klassischen Verfolgungslabyrinths.
Spiel 118 von 258 für Arcade