Moon Cresta
Moon Cresta aus dem Jahr 1980 gehört zu den frühen vertikalen Shootern, die dem Erfolg von Space Invaders und Galaxian folgten, und brachte vom Studio Nichibutsu eine bemerkenswerte zusätzliche Idee ins Genre, die es von den Dutzenden ähnlichen Klonen jener Zeit abhob. Der Spieler steuert ein Schiff, das gegen Wellen außerirdischer Gegner vorrückt, die sich in Angriffsmustern formieren und abgeschossen werden müssen, bevor sie den Bildschirm erreichen oder hineinstürzen und das Spiel beenden.
Das markanteste Element des Spiels ist das Docking-System – nach dem Abschluss der ersten Phase verbindet sich das Schiff mit einem weiteren, auf dem Bildschirm wartenden Rumpfteil, wodurch der Spieler ein stärkeres und widerstandsfähigeres Fahrzeug für den nächsten Abschnitt des Spiels erhält, sofern das Docking-Manöver präzise getimt ist und nicht mit dem eigenen wartenden Segment kollidiert. Dieser dreistufige Docking-Ablauf zählte 1980 zu den technischen wie spielerischen Neuerungen und inspirierte später ähnliche Mechaniken in anderen Shootern, die das sonst geradlinige Genre um eine zusätzliche Ebene aus Strategie und Risiko bereichern wollten.
Die Grafik bleibt schlicht, mit einfachen Sprites vor schwarzem Hintergrund, wie es für den Beginn der Achtzigerjahre typisch war, doch die Geschwindigkeit und der Schwierigkeitsgrad des Spiels machten es für die damaligen Spieler, die auf der Suche nach Highscores und einem Platz in der Rangliste direkt am Automaten waren, zu einer anspruchsvollen Herausforderung. Dank seiner Docking-Idee behält Moon Cresta auch Jahrzehnte später noch einen Platz in Rückblicken auf die einflussreichsten frühen Weltraum-Shooter und wird oft als einer der technischen Vorläufer späterer Serien genannt.
Warum spielen: Das schrittweise Docking-System der Schiffe brachte der frühen Ära der Weltraum-Shooter eine Mechanik, die damals kein anderer Automat bot.
Spiel 112 von 258 für Arcade