Super Stardust – boxart
AmigaCommodore Amiga

Super Stardust

Shmup 1994 Bloodhouse ⏱ Mittel · ~3–10 Std.
Super Stardust – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Super Stardust – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Das finnische Studio Bloodhouse kleidete Asteroids in schillernde 3D-Grafik; der Stolz der Amiga von 1994.

Man nehme das uralte Konzept von Asteroids, kleide es in glitzernde 3D-gerenderte Grafik und schleudere es mit Vollgas in die finnischen Hände des Studios Bloodhouse — und heraus kommt Super Stardust, eines der technischen Prunkstücke des Amiga von 1994. Sie drehen ein Schiff in der Mitte des Bildschirms, schießen auf heranrollende Asteroiden, die in kleinere Bruchstücke zerbersten, und versuchen, in einem immer dichteren Chaos aus Gestein und feindlichen Schiffen am Leben zu bleiben.

Was das Spiel von einem bloßen Klon abhebt, ist die Präsentation und das Tempo. Die Asteroiden sind wunderschön in eine plastische Gestalt vorgerendert, die Explosionen sprühen vor Farben, und zwischen den einzelnen Runden warten adrenalingeladene Bonus-Tunnelstufen, in denen Sie geradewegs in die Tiefe des Bildschirms rasen und mit Vollgas Hindernissen ausweichen. Gerade diese Kombination aus klassischer Arcade-Mechanik und technischer Pracht machte den Amiga zu einer Maschine, die man Freunden vorführen wollte.

Super Stardust legte den Grundstein für eine Marke, die die finnischen Autoren (später unter dem Banner Housemarque) bis zum modernen Super Stardust HD auf der PlayStation führten. Auf dem Amiga bleibt es der Beweis, dass sich selbst eine notorisch bekannte Idee mit neuer Energie aufladen lässt — ein schneller, schöner und kompromisslos süchtig machender Shmup.

Spiel 71 von 121 für Commodore Amiga

Derselbe Titel woanders (2)

Beide Versionen laufen auf demselben Amiga-Hardwaretyp mit AGA-Chipsatz, weshalb es sich visuell im Grunde um dasselbe Spiel handelt: das Schiff dreht sich in der Bildschirmmitte vor einem effektvollen 3D-gerenderten Hintergrund. Der Hauptunterschied liegt im Medium und im Klang: Die klassische Diskettenversion für Commodore Amiga nutzte Tracker-Musik, während die Amiga-CD32-Fassung von der CD profitierte und einen hochwertigeren Soundtrack bieten konnte, der nicht durch die Diskettengröße begrenzt war. Steuerung, Geschwindigkeit und Schwierigkeitsgrad bleiben gleich, für das eigentliche Spielgefühl macht die Wahl also keinen Unterschied; die CD32-Version punktet lediglich bei der Musikproduktion.