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Wild Arms
Wild Arms (1997) zählte zu den ersten JRPGs auf der PlayStation und hob sich sofort durch sein Setting ab: statt einer Fantasy- oder Sci-Fi-Welt bot es einen Western auf dem sterbenden Planeten Filgaia, wo sich Magie mit den Überresten der fortschrittlichen Technik einer untergegangenen Zivilisation mischt. Die Helden führten ARMs, halb Revolver, halb magische Waffe, und ein Großteil des Spiels drehte sich um Rätsel in der Spielwelt, die mit speziellen Werkzeugen gelöst wurden, näher an einem Zelda-artigen Action-Adventure als an einem klassischen Rollenspiel. Zur Atmosphäre trug maßgeblich die Musik von Michiko Naruke bei, die die Reihe über ihre gesamte Entwicklung begleitete. Dieser Genre-Mix machte Wild Arms zu einer eigenständigen Alternative zum damals dominanten Final Fantasy VII.
Wild Arms 2 (1999) rückte Politik und Religion stärker in den Fokus, brachte komplexere Systeme und einen düsteren Ton, während Wild Arms 3 (2002) auf der PlayStation 2 den Western-Charakter noch verstärkte, mit Wüstenatmosphäre auf der Wanderung durch die Reste einer Zivilisation, einprägsamen Figuren wie Virginia Maxwell und dem Roboter Jet Enduro sowie einem überarbeiteten Kampfsystem auf einem sechseckigen Raster, das die klassische Rundenstruktur ablöste. Viele Fans sehen gerade in diesem dritten Teil den Höhepunkt der Reihe, wegen Atmosphäre, Erzählung und Soundtrack.
Wild Arms 4 (2005) brachte eine größere Umstellung: Das Sechseck-Kampfsystem wurde vertikal ausgerichtet, die klassische Weltkarte wich einem linearen Weg zwischen den Schauplätzen, und die Heldenriege wurde jünger besetzt. Das löste bei einem Teil der langjährigen Fangemeinde gemischte Reaktionen aus, obwohl das Spiel weiterhin auf der Western-Atmosphäre der Reihe aufbaute. Die Reihe setzte sich später mit weiteren Teilen außerhalb dieses Zeitraums fort, doch dieses erste Quartett auf PlayStation und PS2 prägte ihre Identität als westernhaftes JRPG mit Rätselelementen.
Teile der Reihe (7)
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Wild Arms 2 · 1999
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Wild Arms 3 · 2002
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Wild Arms: Alter Code F · 2003
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Wild Arms 4 · 2005
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Wild Arms 5 · 2006
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Wild Arms XF · 2008