Marken
Driver
Driver (1999) vom britischen Studio Reflections Interactive versetzte den Spieler in die Rolle des verdeckten Ermittlers Tanner, der sich in eine Verbrecherbande einschleust - und Fahrkönnen ist dabei sein einziger echter Ausweis. Das Spiel begann mit einer Prüfung in einem unterirdischen Parkhaus, die vor der ersten Story-Mission bestanden werden musste, und die gesamte Kampagne spielte sich ausschließlich hinter dem Lenkrad ab: kein Zufußgehen, nur Verfolgungsjagden durch nachgebaute Viertel von Miami, San Francisco, Los Angeles und New York, gefilmt mit einer Kameraführung, die an Verfolgungsjagden aus Filmen der Siebziger erinnerte. Genau dieser Fokus auf ein reines Fahrerlebnis setzte Driver von der Konkurrenz ab, noch bevor Grand Theft Auto das Open-World-Verbrechergenre prägte.
Driver 2 (2000) blieb auf der PlayStation, erlaubte aber erstmals, aus dem Auto auszusteigen und zu Fuß zu gehen, erweiterte die Städteliste um Chicago, Las Vegas, Havanna und Rio de Janeiro und wurde trotz der alternden Konsolentechnik einer der meistverkauften Titel der Plattform. Damit ging die Serie mit dem Ruf, Verfolgungsjagden besser zu inszenieren als jeder andere, in eine neue Generation über.
Driv3r (2004) brachte die Serie auf PlayStation 2, Xbox und PC, fügte erstmals längere Third-Person-Schusswechsel zu Fuß hinzu und spielte in Nizza, Miami und Istanbul - ein ambitionierter Schritt, der jedoch von technischen Problemen und unfertigen Ecken überschattet wurde, die das ansonsten solide Fahrverhalten in den Hintergrund drängten und dem Ruf der Serie schadeten. Parallel Lines (2006) reagierte darauf mit einem Neustart des Tons: eine zwischen 1978 und der Gegenwart geteilte Handlung, ein neuer Held und Veröffentlichungen auch für PlayStation 2, Wii und Nintendo DS.
Der tragbare Ableger Driver 76 (2007) für PSP erzählte ein Prequel zu Parallel Lines, und die Serie kam danach zur Ruhe - als eine der ersten Marken, die bewiesen, dass eine Verfolgungsjagd durch eine offene Stadt ein ganzes Spiel tragen kann, zwei Jahre bevor Grand Theft Auto III diese Idee in den Mainstream brachte, und ihre filmische Kameraarbeit sowie der Fokus aufs Fahren wirkten später in anderen Rennaction-Hybriden nach.
Teile der Reihe (9)
-
Night Driver · 1978
-
-
-
Driver: Vegas · 2006
-
-
Driver: Parallel Lines · 2007
-
Race Driver: GRID · 2008
-
Driver: Renegade · 2011
-
Driver: San Francisco · 2011