VRTYVirtuality

Grid Busters

Akční arkáda 1991 W Industries ⏱ Kurz · bis ~3 Std.

Arcade-Action in einer vernetzten Arena; Gegnerwellen überstehen und Feinde aus der Ego-Perspektive abschießen.

Grid Busters war ein Arcade-Actionspiel des Virtuality-Systems, das die Spieler ins Cockpit eines schnellen Fahrzeugs mitten in einer abstrakten, vernetzten Arena versetzte und sie Wellen von Gegnern sowie anderen Spielern derselben Partie stellen ließ. Ziel war es, in einem offenen Raum aus geometrischen Strukturen und Plattformen zu überleben und dabei die Gegner abzuschießen, bevor diese einen selbst abschossen – ein Prinzip nahe an den damaligen Arcade-Weltraum-Shootern, nur aus der Ego-Perspektive innerhalb des Helms erlebt und mit der Möglichkeit, sich tatsächlich in jede Richtung zu drehen. Der Spieler konnte sich zudem frei zwischen den einzelnen geometrischen Plattformen bewegen, was das Spiel von den strikt schienengebundenen Weltraum-Shootern jener Zeit unterschied.

Technisch nutzte das Spiel dasselbe einfache polygonale Darstellungssystem wie die anderen Virtuality-Titel, also grobe, vollständig schattierte Formen ohne Texturen, die aber in Kombination mit der beweglichen Plattform und dem Joystick ein überzeugendes Gefühl des Fliegens durch den Raum erzeugten. Der visuelle Stil setzte auf neonfarbene Geometrie, die an ein digitales Gitter erinnerte, was die technischen Beschränkungen der Hardware gut kaschierte und dem Spiel eine eigenständige, futuristische Atmosphäre verlieh, ohne detaillierte Grafik oder ausgefeilte Musik zu benötigen. Die akustische Begleitung beschränkte sich auf Schuss-, Explosions- und Motorengeräusche, im Einklang mit dem minimalistischen Ansatz, der bei Virtuality-Titeln üblich war.

In den zeitgenössischen Spielhallen gehörte Grid Busters zu den Titeln, die zeigen sollten, dass Virtuality auch schnelle Action im Stil klassischer Arcade-Shooter bieten konnte, übertragen in einen vollständig dreidimensionalen Raum. Heute gilt es als weniger bekannter, aber typischer Vertreter der frühen Ära standortbasierter VR, interessant vor allem als Teil des größeren Bildes dessen, was das Virtuality-System in den neunziger Jahren war, und wie vielfältig es sein Angebot seinen Besuchern gleich ab der Markteinführung präsentieren wollte.

Warum spielen: Wer sich für die Vielfalt des Virtuality-Spielhallenangebots interessiert, findet in Grid Busters einen typischen, wenn auch heute wenig bekannten Vertreter der frühen Ära standortbasierter VR, der klassische Arcade-Action in den 3D-Raum überträgt.

Spiel 4 von 10 für Virtuality