The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel – boxart
VitaSony PlayStation Vita

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel

JRPG 2015 Nihon Falcom ⏱ Sehr lang · 30+ Std. ⭐ Must-play
The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel – Aus dem Spiel
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Der zugänglichste Einstieg in die umfangreiche Trails-Reihe; Studenten der Thors-Militärakademie.

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel brachte die weitläufige Chronik der Welt von Zemuria auf die PlayStation Vita und wurde für westliche Spieler zum zugänglichsten Einstieg in die Trails-Serie. Man spielt Rean Schwarzer, einen frischgebackenen Studenten der Thors-Militärakademie, der zusammen mit anderen Neulingen der experimentellen Klasse VII zugeteilt wird. Statt der üblichen Einteilung nach adliger Herkunft stehen hier Kinder von Aristokraten neben ganz gewöhnlichen Bürgern, und ihre Feldpraktika im gesamten Erebonischen Kaiserreich enthüllen nach und nach, wie tief die Spannungen sind, die das Land spalten.

Die Struktur des Spiels folgt einem Schuljahr: Zwischen den Missionen verbringt man freie Tage an der Akademie, vertieft Beziehungen zu Mitschülern und erfüllt kleine Aufgaben, bevor man zu einem mehrtägigen Praktikum in einer der Regionen des Kaiserreichs aufbricht. Die Kämpfe sind rundenbasiert mit einer positionellen Komponente, denn es kommt darauf an, wo die Charaktere stehen, Flächenangriffe treffen die Umgebung, und auf der Zeitleiste erscheinen Bonusrunden, für die es sich zu kämpfen lohnt. Das Orbment-System erlaubt es, Zaubersprüche aus Quarzsteinen zusammenzustellen, sodass sich jeder Charakter deutlich anpassen lässt, und gemeinsame Angriffe, die an Beziehungen gebunden sind, belohnen den Aufbau der Gruppe. Hinzu kommt ein Freizeitsystem, bei dem man die Zeit jeweils nur mit bestimmten Mitstreitern verbringen kann, sodass man bei jedem Durchgang einen etwas anderen Teil der Klasse kennenlernt und einen Grund hat, zum Spiel zurückzukehren.

Auf der Vita läuft das Spiel spürbar bescheidener als auf den großen Konsolen, aber gerade die tragbare Version ergibt Sinn: Die enorme Menge an Dialogen, Texten und Nebengesprächen lässt sich gut häppchenweise konsumieren, und das Spiel merkt sich sorgfältig, mit wem man wann gesprochen hat. Die starke Seite ist der Weltenbau, also Zeitungen, kleine Nebenhandlungen und der politische Hintergrund, der sich in den Fortsetzungen auszahlt. Die Kritik hob die Charakterzeichnung und das durchdachte Kampfsystem hervor, Vorbehalte richteten sich gegen den langsameren Einstieg und den Umstand, dass die Geschichte mitten im Satz endet. Heute ist Cold Steel ein empfohlenes Tor zu einer der weitläufigsten Erzählungen des gesamten Genres.

Spiel 18 von 122 für Sony PlayStation Vita