Metal Gear – boxart
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Metal Gear

Action / Stealth 1987 Konami Metal Gear ⏱ Mittel · ca. 4–10 h
Metal Gear – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Metal Gear – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Der Grundstein des Stealth-Genres; hier zeigte Kojima erstmals, dass Flucht besser ist als Kampf.

Metal Gear ist eines der bedeutendsten Spiele in der Geschichte des Mediums, hier legte Hideo Kojima die Grundlagen des gesamten Stealth-Genres und startete die legendäre Reihe, die ihn weltweit berühmt machte. Das Originalspiel von 1987 erschien auf dem Computer MSX2, und seine Vision war für die damalige Zeit revolutionär: Du sollst den Feind nicht mit Gewalt überwältigen, sondern ihm ausweichen.

Als Soldat Solid Snake dringst du in die Festung Outer Heaven ein, um die schreitende Kriegsmaschine Metal Gear zu zerstören. Statt kopflos zu schießen, schleichst du durch die Schatten, weichst den Sichtfeldern der Wachen aus, versteckst dich hinter Mauern und suchst Wege, unbemerkt hindurchzukommen. Waffen und Ausrüstung sammelst du nach und nach ein und musst überlegen, ob du dich überhaupt auf einen Kampf einlässt. Diese Betonung von Heimlichkeit, Spannung und Planung war in einer Zeit hirnloser Actionschießereien absolut bahnbrechend. Die NES-Version von 1987 erreichte den Westen als erste Begegnung der meisten Spieler mit der Reihe, wurde jedoch ohne Kojimas Aufsicht angepasst und trägt ihre Makel: veränderte Level, ein abgeschwächtes Finale und den berüchtigten Spruch über die Kontaktaufnahme mit dem Kommandanten. Dennoch bleibt es historisch enorm wichtig: Für Retro-Spieler ist es ein faszinierender Blick in die Wiege eines Genres, aus dem später eine der angesehensten Geschichten der Spielwelt hervorging.

Spiel 85 von 120 für Nintendo NES

Derselbe Titel woanders (1)

Das MSX2-Original entstand unter der Leitung von Hideo Kojima und stellt seine ursprüngliche Vision dar, einschließlich des Layouts der Basis Outer Heaven. Die Nintendo-NES-Version, die Konami im Westen unter dem Label Ultra Games veröffentlichte, war kein einfacher Port – Karten und Gegnerplatzierung wurden größtenteils neu gestaltet und weichen vom MSX2-Original ab, dazu kam eine berüchtigt holprige englische Übersetzung. Deshalb gilt die MSX2-Version bei Fans wie bei Kojima selbst als authentischer, während der NES-Port über viele Jahre die einzige bekannte Version außerhalb Japans und der MSX-affinen Teile Europas war. Die Soundchips verleihen der Musik einen anderen Charakter, der Unterschied liegt aber vor allem im Leveldesign und der Schleichatmosphäre.

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