Ghosts 'n Goblins
Es gibt schwere Spiele, und dann gibt es Ghosts 'n Goblins, einen Titel, dessen Name zum Synonym für reine Spielfrustration wurde. 1986 schickte Capcom den Ritter Arthur auf das NES, um eine entführte Prinzessin zu retten, und schon der allererste Treffer eines Gegners nimmt ihm die Rüstung: Arthur steht plötzlich in bloßer weißer Unterhose da, und der zweite Treffer bedeutet den Tod. Diese unbarmherzige Zwei-Treffer-Logik gibt den Ton des ganzen Spiels vor.
Du kämpfst dich durch Friedhöfe, brennende Dörfer und eisige Höhlen voller Zombies, Dämonen und fliegender Vogelungetüme und wirfst dabei Speere, Dolche oder Fackeln. Die Gegner tauchen ohne Unterlass auf, und präzise getimte Sprünge über verschwindende Plattformen fordern selbst erfahrene Spieler heraus. Der Gipfel des Sadismus ist der Schluss: Nach dem Durchspielen teilt dir das Spiel mit, es sei alles eine "Falle des Teufels" gewesen, und du musst den ganzen Durchlauf erneut und schwerer absolvieren, um das wahre Ende zu erreichen.
Und doch, oder gerade deshalb, kehren Retro-Spieler zu Ghosts 'n Goblins zurück. Das Spiel hat einen unwiderstehlichen gotischen Charme, einen eingängigen Soundtrack und jenen süchtig machenden Kreislauf des "ich versuche es noch einmal". Es brachte eine berühmte Reihe hervor (Ghouls 'n Ghosts, Super Ghouls 'n Ghosts) und gehört bis heute zu den Ehrenabzeichen für jeden, der es durchspielt.
Spiel 87 von 120 für Nintendo NES