Bump 'n' Jump
Wenn der Gegner einen von hinten bedrängt, weiche nicht aus, ramme ihn und stoße ihn von der Straße. Und wenn vor einem ein Abgrund auftaucht, springe einfach darüber. Bump 'n' Jump baute das Rennfahren auf zwei einfachen, aber wunderbar befriedigenden Verben auf.
Das Spiel nutzt eine Draufsicht auf eine sich ständig verschiebende Strecke und kombiniert zwei Hauptmechaniken. Bumping, also das Abstoßen und Zerstören von Gegnern durch das Rammen, und Jumping, das Springen über Lücken, Wasserflächen und Hindernisse. Der Spieler muss also nicht nur überholen, sondern beseitigt aktiv die Konkurrenz und bewältigt die gegliederte Landschaft mit gut getimten Sprüngen.
Bump 'n' Jump stammt ursprünglich aus Arcade-Automaten und gelangte Mitte der 80er Jahre als Konvertierung auf den NES. Es war ein Titel aus der Werkstatt von Data East, einem japanischen Automatenhersteller, dessen Spiele zum bunten Angebot der frühen Achtbit-Konvertierungen gehörten.
Kulturell fügt sich das Spiel in die Welle der Arcade-Rennen ein, die den Schwerpunkt auf sofortige Action und Zerstörung statt auf eine realistische Simulation legten. Die Möglichkeit, einen Gegner durch einen Aufprall zu zertrümmern, gab dem Spieler ein Machtgefühl, und jeder gelungene Sprung über einen Abgrund war ein kleiner Sieg für sich.
Die Kombination aus Aufprall und Sprüngen machte aus jeder Strecke einen Spielplatz voller Entscheidungen, bei denen man schnell abwägen musste, ob man angreift oder sich auf ein präzises Abspringen konzentriert. Diese doppelte Natur gab dem Spiel eine Tiefe, die ein reines Rennen nicht hätte.
Bump 'n' Jump bleibt so ein frisches Beispiel für Arcade-Erfindungsreichtum, der auf eine Heimkonsole übertragen wurde.
Warum spielen: Rennfahren, das auf dem Zerstören von Gegnern durch Rammen und dem Springen über Abgründe aufbaut, wo jede Strecke ein Spielplatz sofortiger, befriedigender Entscheidungen ist.
Spiel 67 von 120 für Nintendo NES