King of the Monsters
Als SNK 1991 King of the Monsters auf dem Neo Geo losließ, erfüllte es damit den Traum eines jeden, der mit japanischen Filmen über Gummimonster aufgewachsen war. Statt eines klassischen Kampfspiels versetzte einen das Spiel in die Haut eines riesigen Kaiju im Godzilla-Stil und ließ einen mitten in miniaturhaften japanischen Städten mit anderen Ungeheuern raufen — und diese brachen unter einem buchstäblich zusammen.
Der Kern war ein Wrestling-System: Man packte die Gegner, warf sie, drückte sie zu Boden und versuchte, sie wie in einem echten Ringkampf drei Sekunden lang zu fixieren. Zur Auswahl stand eine Schar ikonischer Kreaturen — ein feuriger Dinosaurier, ein riesiger Tintenfisch, ein humanoider Gigant und ein Roboter — und jede hatte eigene Griffe und Schläge. Die Zerstörung der Kulissen war nicht bloß Effekt; zertrampelte Gebäude, Wolkenkratzer und Masten gehörten zur Freude am Spiel.
Retro-Spieler schätzen an King of the Monsters vor allem den bombastischen Zwei-Spieler-Modus und den schlicht albernen Spaß an der Zerstörung. Verglichen mit den späteren Kampfspielen von SNK ist es ein gröberes, einfacheres Stück, aber gerade jene rohe, comichafte Energie macht diesen frühen Neo-Geo-Klassiker noch immer zur dankbaren Wahl für einen wilden Abend zu zweit.
Spiel 21 von 35 für SNK Neo Geo