Harvest Moon 64 – boxart
N64Nintendo 64

Harvest Moon 64

Sim / RPG 1999 Victor / Natsume Harvest Moon ⏱ Sehr lang · ca. 30+ h
Harvest Moon 64 – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Harvest Moon 64 – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Für viele Fans der beste Teil der Farmsimulations-Reihe — Geduld, Jahreszeiten und ein Gefühl von Zuhause.

Harvest Moon 64 ist für viele Fans der Reihe schlicht das Beste, was das Farm-Genre je geboten hat. Unter der ruhigen Pixelgrafik des Nintendo 64 verbirgt sich ein überraschend tiefes Spiel über Geduld: Man erbt eine heruntergekommene Farm und hat eine genau festgelegte Anzahl von Spieljahren Zeit, um daraus einen blühenden Hof zu machen. Keine Feinde, kein Sterben — nur der Lauf der Jahreszeiten, Arbeit, die Sinn ergibt, und ein Gefühl von Zuhause, das man Tag für Tag aufbaut.

Der Kern ist der tägliche Rhythmus: Man pflanzt und gießt Feldfrüchte, melkt Kühe, striegelt Pferde, mäht Gras zu Heu und geht in die Mine nach Erz. Der Schlüssel zum Erfolg ist aber nicht nur Geld — das Spiel schätzt Beziehungen. Im Dorf leben fünf Mädchen, die man mit Geschenken und Gesprächen umwirbt, und das Werben gipfelt in einer Hochzeit und mit der Zeit auch in einem Kind. Natsume knüpfte hier an das SNES-Original an und fügte eine herzlichere, ausgefeiltere Welt mit fester Bindung an die umliegende Gemeinschaft hinzu.

Retro-Spieler lieben Harvest Moon 64 gerade für diese ungehetzte Gelassenheit. In einer Zeit, in der das N64 von 3D-Action beherrscht wurde, bot es das Gegenteil: ein Spiel, in dem die Belohnung die Dämmerung über einem Feld und die Dankbarkeit der Nachbarn ist. Es macht auf leise Weise süchtig — man setzt sich „nur kurz" hin und stellt fest, dass draußen schon der Morgen graut. Bis heute gehört es zu den am schwersten aufzutreibenden und begehrtesten Stücken der Konsolenbibliothek.

Spiel 57 von 77 für Nintendo 64

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