Asteroids (mobile)
Asteroids kam auf Java-Handys als einer von vielen klassischen Atari-Arcade-Titeln, die zu Beginn des neuen Jahrtausends ihren Weg zu mobilen Spielern fanden. Das Prinzip blieb dem Original von 1979 treu - der Spieler steuert ein kleines Raumschiff in der Mitte des Bildschirms, dreht es, beschleunigt durch Schub und schießt auf Asteroiden, die sich nach und nach in Stücke zerlegen, während er gleichzeitig Trümmern und gelegentlichen feindlichen Untertassen ausweichen muss. Die Trägheitsphysik des Schiffs, bei der die Bewegung nach Loslassen der Taste nicht sofort stoppt, verlieh dem Spiel sein charakteristisches Gefühl fragiler Kontrolle, das sich auf der begrenzten Tastatur des Telefons überraschend gut übertrug, auch wenn das Beherrschen präzisen Drehens und Bremsens vom Spieler einige Geduld verlangte.
Die visuelle Seite blieb bewusst schlicht, im Vektor-Geist des Originals, was dem Spiel erlaubte, auch auf der schwächeren Hardware der damaligen Geräte flüssig zu laufen. Die Soundeffekte beschränkten sich auf einfaches Piepen und eine simple Musikschleife, doch das Hauptgewicht der Atmosphäre trug die Mechanik selbst - die Gefahr von allen Seiten - der Bildschirm füllte sich rasch mit Trümmern, und der Spieler musste ständig neu abwägen, wohin er schießen und wohin er ausweichen sollte. Das Punktesystem motivierte zu wiederholtem Spielen und zur Jagd nach dem eigenen Rekord, was gut zu den kurzen Spielsitzungen passte, die für mobiles Spielen jener Zeit typisch waren, als ein Spieler eine Runde zwischen anderen Tätigkeiten einschieben und dabei weiter versuchen konnte, sein persönliches Maximum zu steigern.
Für viele Spieler war es die erste Begegnung mit einem Arcade-Klassiker, den sie zuvor nur aus Erzählungen oder von Spielautomaten kannten. Die Umsetzung auf Java zeigte, dass alte, auf den ersten Blick einfache Spielprinzipien einen zeitlosen Wert besitzen und auch ohne grafische Überarbeitung funktionieren. Heute wird Asteroids auf dem Handy als einer von vielen Belegen dafür in Erinnerung behalten, dass die Grenzen der damaligen Telefone fruchtbarer Boden für reine, auf Spielbarkeit fokussierte Spiele sein konnten, bei denen eher das Gespür für Bewegung entscheidet als die Leistung der Grafikkarte.
Warum spielen: Für alle, die Asteroids nur aus Erzählungen oder von Automaten kannten - die Umsetzung auf Java zeigt, dass alte, auf den ersten Blick simple Prinzipien auch ohne grafische Überarbeitung zeitlosen Wert besitzen.
Spiel 62 von 69 für Java a Symbian (telefony před smartphony)
Derselbe Titel woanders (2)
Das Arcade-Original von Atari lief auf einem echten Vektormonitor, der dünne, scharfe Linien für Schiff und Asteroiden direkt mit dem Elektronenstrahl zeichnete, sodass das Bild sauber blieb. Das Atari 2600 besitzt kein Vektor-Display – sein Bild besteht aus kantigen Rasterformen, typisch für den TIA-Chip, weshalb Schiff und Gesteinsbrocken gröber wirken. Die Konsole kann zudem nur eine begrenzte Anzahl Objekte gleichzeitig darstellen, weshalb Asteroidendichte und Tempo gegenüber dem Automaten gedrosselt wurden. Der Klang ist auf beiden Seiten einfach, doch die synthetisierten Explosionen der Arcade-Platine wirken atmosphärischer. Für die wahre vektorielle Klarheit führt der Weg zur Arcade-Version.