Mr. Driller – boxart
DCSEGA Dreamcast

Mr. Driller

Puzzle 2000 Namco ⏱ Mittel · ~3–10 Std. 🧩 Logik
Mr. Driller – Aus dem Spiel
Aus dem Spiel
Mr. Driller – Titelbildschirm
Titelbildschirm

Ein Falling-Block-Klassiker auf den Kopf gestellt — statt nach oben zu stapeln, bohrt man sich nach unten.

Manchmal versteckt sich eine geniale Idee in der einfachsten aller Mechaniken. Mr. Driller nimmt das klassische Spiel mit fallenden Blöcken und stellt es auf den Kopf: Statt nach oben zu stapeln, bohren Sie sich nach unten, immer tiefer, und zählen dabei jeden Atemzug Luft.

Das Prinzip ist bezaubernd in seiner Reinheit. Sie steuern Driller, der sich durch farbige Blöcke in die Tiefe gräbt. Gleichfarbige Blöcke verbinden sich bei Berührung und verschwinden, doch Vorsicht, alles über Ihnen stürzt herab und droht Sie zu zerquetschen. Dazu verwaltet der Spieler einen Luftvorrat, den er durch das Einsammeln von im Untergrund verstreuten Kapseln auffüllt. So entsteht ein spannendes Gleichgewicht zwischen Tempo, Planung und kühlem Kopf, bei dem ein einziger falscher Bohrer eine Kaskade von Problemen auslöst.

Mr. Driller stammt von Namco und erschien ursprünglich um die Jahrtausendwende in Spielhallen, von wo aus es sich auf zahlreiche Plattformen einschließlich des Dreamcast verbreitete. Der Hauptheld Susumu Hori ist der Spiel-Lore zufolge der Sohn von Figuren aus der legendären Dig-Dug-Reihe, womit Namco elegant seinen alten Klassiker mit einem neuen Hit verband und den Stammbaum des Unter-die-Erde-Grab-Genres unterstrich.

Kulturell fügt sich Mr. Driller in die Tradition japanischer Puzzlespiele ein, die einfach zu verstehen, aber in der Tiefe ihrer Meisterschaft nahezu unendlich sein können. Es wurde zu einem kleinen Phänomen, das eine ganze eigene Serie von Fortsetzungen und Spin-offs anstoß, die bis heute erscheinen. Seine niedliche Grafik und die eingängige Musik machten es zu einem Titel, zu dem Spieler gern zurückkehren.

Auf dem Dreamcast, einer Konsole, die für ihre hervorragenden Arcade-Umsetzungen berühmt ist, fand Mr. Driller ein ideales Zuhause. Es ist genau die Art von Spiel, bei dem man eine einzige Runde plant und eine Stunde später mit der Entschlossenheit erwacht, seinen Rekord zu brechen. Sofort verständlich, aber teuflisch süchtig machend.

Warum spielen: Für die frische Umkehrung des Klassikers mit fallenden Blöcken und die eingängige Spielbarkeit, bei der jede Runde zum nächsten Versuch verführt.

Spiel 39 von 54 für SEGA Dreamcast

Derselbe Titel woanders (2)

Die Dreamcast-Version von 1999 ist ein originalgetreuer Port des Arcade-Originals: volle Farben, klare Grafik und Musik nach den Arcade-Arrangements geben dem Spieler schon von Weitem einen Überblick, was ihn tiefer im Schacht erwartet. Die tragbare Fassung für WonderSwan Color von 2000 musste alles an das kleine Handheld-Display anpassen — die geringere Auflösung bedeutet eine kürzere Sicht nach vorn, was bei einem Spiel, das auf vorausschauendem Bohren beruht, spürbar den Komfort mindert, und ein einfacherer Soundchip ersetzte die reicheren Melodien durch schlichtere Töne. Der Vorteil bleibt, dass man Mr. Driller nun jederzeit unterwegs spielen konnte, doch wer dem Arcade-Original am nächsten kommen will, greift zur Dreamcast-Version.