Gauntlet 2
Nur wenige Fortsetzungen hatten eine so klare Aufgabe wie Gauntlet 2 von Atari Games aus dem Jahr 1986 - an ein Phänomen anzuknüpfen, das ein Jahr zuvor Spielhallen in Arenen für vier gleichzeitige Spieler verwandelt hatte. Das Spiel versetzt die Spieler erneut in die Rollen von Krieger, Zauberer, Elf oder Zwerg, die gemeinsam ein Labyrinth voller Monster, Schätze und Falltüren durchqueren, wobei die Gesundheit der Figuren ständig schwindet, wenn sie kein Essen sammeln. Gauntlet 2 verwarf dieses Fundament nicht, sondern erweiterte und verfeinerte es erheblich.
Die auffälligste Neuerung war ein Zufallsgenerator für die Level, der verhinderte, dass das Spiel nach ein paar Durchläufen vorhersehbar wurde, sowie die Möglichkeit, dass zwei Spieler gleichzeitig dieselbe Figur wählen konnten - etwas, das der erste Teil nicht erlaubte. Neue Gegnertypen und verbesserte Zaubereffekte kamen hinzu, ebenso feine Anpassungen des Schwierigkeitsgrads, die auf Beschwerden der Spieler reagieren sollten, dass das Original stellenweise allzu gnadenlos mit Leben und Münzen umging. Das kooperative Vier-Spieler-Kabinett blieb die Hauptattraktion - Gauntlet zu viert an einem Automaten war in den Spielhallen ein unverwechselbares Erlebnis.
Gauntlet 2 stellt bis heute den Höhepunkt der Formel „kämpfen, sammeln, überleben“ dar, die der erste Teil begründete und mit der Menschen Spielhallen der 80er noch heute verbinden. Als direkte Fortsetzung zeigt es, dass Atari Games verstand, was den Spielern am Original gefiel, und keine Angst hatte, dies mit maßgeschneiderten Verbesserungen zu wiederholen.
Warum spielen: Weil es eine noch ausgefeiltere Version des Kult-Koop-Prügelspiels für vier Spieler bietet, das die Spielhallen der mittleren 80er prägte.
Spiel 154 von 258 für Arcade