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Gauntlet
Gauntlet kam 1985 von Atari Games in die Spielhallen, entworfen von Ed Logg, und begründete das Genre des kooperativen Dungeon-Crawlers für die Automatenära. Bis zu vier Spieler wählten an einem Automaten gleichzeitig aus vier Figuren - Warrior, Valkyrie, Wizard und Elf - und kämpften sich durch Labyrinthe voller Monster, Schätze und Nahrung, die als einzige Möglichkeit diente, die Gesundheit wiederherzustellen. Der Automat kommentierte das Geschehen mit Sprüchen wie "Elf shot the food" oder "Wizard needs food badly", schädelförmige Generatoren spien endlose Monsterwellen aus, und das Spiel konnte theoretisch ewig weiterlaufen, solange die Spieler weitere Münzen einwarfen. Genau diese Betonung von Kooperation - und ebenso von kleiner Sabotage zwischen Spielern an einem Bildschirm - machte Gauntlet zu einem der einflussreichsten Arcade-Titel der Mitte der Achtzigerjahre.
Die Fortsetzung Gauntlet II (1986) erweiterte die Monstergeneratoren, fügte neue Gegnertypen und Level hinzu, erlaubte eigene Labyrinth-Entwürfe und balancierte die Figuren neu aus, ohne die grundlegende kooperative Formel zu verändern. Gauntlet: The Third Encounter (1990) brachte das Konzept auf den tragbaren Atari Lynx, der keine mehreren Spieler an einem Bildschirm bot - das Spiel funktionierte dort eher als Solo-Variante der ursprünglichen Idee, eingebettet in einen einfachen Story-Rahmen.
Spätere Fortsetzungen und Reboots der Serie (Gauntlet Legends, Gauntlet: Dark Legacy) kamen erst ein Jahrzehnt oder mehr später und verlagerten das Konzept in 3D - es sind vor allem diese beiden ersten Arcade-Spiele aus den Achtzigern, die bis heute als eine der Grundlagen des kooperativen Hack-and-Slash-Dungeon-Crawlers gelten, und ihr Einfluss zeigt sich auch in viel späteren Koop-Actionspielen.
Teile der Reihe (6)
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- MAME
Gauntlet 2 · 1986
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Gauntlet Legends · 1998
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Gauntlet Dark Legacy · 2000
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Gauntlet: Seven Sorrows · 2005