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Eye of the Beholder
Eye of the Beholder schickte 1991 auf Amiga und PC eine Abenteurergruppe in die Kanalisation unter Waterdeep und von dort immer tiefer hinab bis zum finalen Duell mit Xanathar. Entwickelt von Westwood Studios und veröffentlicht von Strategic Simulations, Inc. unter der Lizenz von Advanced Dungeons & Dragons, übernahm das Spiel das Grundprinzip – Bewegung im Raster aus der Ich-Perspektive, Echtzeitkämpfe – von Dungeon Master, baute darauf aber die AD&D-Regeln: Klassen, Zauberschulen, Ausrüstung und Kampfsystem folgten der Tischvorlage deutlich enger als bei konkurrierenden Dungeon-Crawlern. Noch im selben Jahr erschien Eye of the Beholder II: The Legend of Darkmoon, das die Geschichte vom Tempel von Darkmoon hinunter in die Unterwelt zu einem Drachenlich weiterführte und kniffligere Rätsel, abwechslungsreichere Schauplätze sowie ausgewogenere Kämpfe brachte – für viele Spieler bis heute der Höhepunkt der Reihe.
Der dritte Teil, Assault on Myth Drannor von 1993, entstand bereits ohne Westwood Studios, intern bei SSI, und man merkte es: Das Tempo verlangsamte sich, die Technik hinkte der Konkurrenz hinterher, und die Aufnahme fiel spürbar kühler aus als bei den ersten beiden Spielen. Damit endete die Reihe auf dem PC, wenngleich die ersten beiden Teile später auch für den Amiga erschienen. Für viele Spieler bleibt Eye of the Beholder ein Beispiel dafür, wie sich das Gefühl einer Dungeons-&-Dragons-Tischrunde am Computer glaubhaft einfangen ließ – zusammen mit Dungeon Master prägte es den Dungeon-Crawler an der Wende zu den Neunzigern.
Teile der Reihe (3)
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Eye of the Beholder · 1991
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