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Dead or Alive
Dead or Alive startete 1996 als Arcade-Automat von Tecmo und erschien ein Jahr später für die PlayStation. Tomonobu Itagaki und sein Team Ninja setzten der Konkurrenz von Virtua Fighter und Tekken ein eigenes Rezept entgegen: schnelle Kombos, ein Konter-System, bei dem eine richtig getimte Abwehr den Kampf mit einer einzigen Bewegung drehen kann, und Arenen, die nie nur eine geschlossene Fläche sind - Kämpfer stürzen durch Böden oder werden von Klippen in die nächste Ebene geschleudert. Von Anfang an ging diese kämpferische Tiefe Hand in Hand mit stark stilisierten Figuren - die Ninja Kasumi auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder, ihre Rivalin Ayane und Bodyguard Hitomi gehörten schon im ersten Teil zum festen Kern -, und die rein weibliche Besetzung sorgte dafür, dass die Serie ständig diskutiert wurde, wo das Kampfspiel endet und der Fanservice beginnt.
Dead or Alive 2 (1999 auf Dreamcast, 2000 erweitert für PlayStation 2) gilt bis heute als spielerischer Höhepunkt der Serie - engere Kämpfe, aufwendigere Schauplätze und Übergänge zwischen mehreren Ebenen einer Arena, die eindrucksvoller wirkten als bei der Konkurrenz, dazu ein neuer Tag-Team-Modus für Kämpfe zu zweit. Dead or Alive 3 (2001) war ein Launch-Titel der Xbox und stellte vor allem die Grafikleistung der neuen Konsole zur Schau, Ultimate (2004) fasste beide Teile zusammen, ergänzte Online-Spiel und erweiterte die Kostümgalerie.
2003 kam mit Dead or Alive Xtreme Beach Volleyball ein Ableger, der die Fäuste gegen Beachvolleyball, Minispiele und Urlaubsszenen mit derselben Besetzung tauschte, aufgebaut um ein detailliertes Kostümsystem und einen Fotomodus - daraus wurde eine eigene Reihe (Xtreme 2, Xtreme 3), und die Serie teilte sich damit klar in einen Kampf- und einen Freizeit-Zweig, wobei gerade der Ableger regelmäßig für seine starke Betonung des Figurenaussehens kritisiert wurde. Dead or Alive 4 (2005) begleitete den Start der Xbox 360, kurz danach verließ Itagaki das Studio, und der Rest von Team Ninja führte die Serie weiter.
Dead or Alive Dimensions (2011, 3DS) fasste die Serie für den Handheld in einem Story-Modus zusammen, der frühere Teile zu einer Zeitlinie verknüpfte, Dead or Alive 5 (2012) und die späteren Fassungen Ultimate und Last Round brachten einen eigenen verbundenen Story-Modus sowie Crossover mit Ryu Hayabusa aus Ninja Gaiden und Gastkämpfer aus Virtua Fighter. Die Serie hat sich ihren Ruf als eine der technisch ausgefeiltesten 3D-Kampfspielreihen neben Tekken und Virtua Fighter bewahrt, auch wenn die Spannung zwischen kämpferischer Tiefe und dem auf die Figuren fokussierten Marketing sie bis heute begleitet.
Teile der Reihe (13)
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Dead or Alive · 1997
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Dead or Alive 2 · 1999
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Dead or Alive 2: Hardcore · 2000
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Dead or Alive 3 · 2001
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Dead or Alive Ultimate · 2004
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Dead or Alive 4 · 2005
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Dead or Alive Xtreme 2 · 2006
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Dead or Alive Paradise · 2010
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Dead or Alive Dimensions · 2011
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Dead or Alive 5 Plus · 2013
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Dead or Alive Xtreme 3 · 2016
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Dead or Alive 6 · 2019