Shovel Knight: Treasure Trove
Shovel Knight erschien 2015 für PlayStation 4 und wurde sofort zu einer der meistdiskutierten Hommagen an die 8-Bit-Ära. Der Held, ein mit einer Schaufel bewaffneter Ritter, durchquert acht thematische Landschaften voller Gegner, die den goldenen Jahren der Plattformer entlehnt sind — von Mega Man über DuckTales bis hin zu Zelda —, und jedes Gebiet endet mit einem Bosskampf gegen ein markantes Mitglied des Order of No Quarter. Kern des Gameplays sind präzises Springen und der sogenannte „Shovel Bounce“, ein Abfedern von Gegnern und Objekten nach unten mit der Schaufel, das sowohl als Angriff als auch zur Fortbewegung dient und Wege zu sonst unerreichbaren Schätzen und Abkürzungen öffnet. Zudem verliert der Spieler beim Tod einen Teil des angesammelten Goldes, sodass das Spiel Risiko und Belohnung ähnlich austariert wie die klassischen Action-Plattformer seiner Ära.
Visuell ahmt das Spiel die Ästhetik von NES-Titeln nach, allerdings mit modernen Verbesserungen — flüssigere Animationen, eine reichhaltigere Farbpalette und präzisere Kollisionen, die den Frust der alten Titel beseitigen, ohne deren Charakter zu verlieren. Jake Kaufmans Musik zählt zu den am meisten gelobten Soundtracks der Indie-Szene, und die Chiptune-Stücke wecken Nostalgie, ohne wie bloße Pastiche zu wirken. Im Laufe der Jahre wuchs Shovel Knight zur kompletten Treasure-Trove-Kollektion heran, die weitere Kampagnen mit unterschiedlichen spielbaren Figuren hinzufügte — jede mit eigenem Bewegungs- und Angriffsstil —, wodurch aus dem ursprünglichen Spiel praktisch vier Spiele in einem wurden, verbunden durch eine gemeinsame Welt und gegenseitige Verweise zwischen den Geschichten der einzelnen Helden.
Kritisch wie kommerziell wurde Shovel Knight außerordentlich gut aufgenommen und wurde zum Symbol eines erfolgreichen Crowdfunding-Indie-Projekts, das die Qualität der Klassiker, von denen es sich inspirieren ließ, erreicht oder übertrifft. Das Spiel erlebte zudem zahlreiche Gastauftritte in anderen Indie-Titeln, was nur bestätigte, wie schnell der Schaufelträger zu einer erkennbaren Ikone der unabhängigen Spieleszene wurde. Bis heute wird es oft als Musterbeispiel dafür empfohlen, wie man einen Retro-Plattformer richtig macht — mit Respekt vor der Geschichte, aber ohne Kompromisse bei Steuerung und Leveldesign.
Warum spielen: Für Fans von Retro-Plattformern, die Respekt vor der Geschichte ohne Kompromisse bei Steuerung und Leveldesign suchen — ein Musterbeispiel für ein erfolgreiches Crowdfunding-Indie-Projekt, das zur Ikone der unabhängigen Szene wurde.
Spiel 154 von 278 für Sony PlayStation 4