Subnautica
Subnautica beginnt mit dem Absturz eines Raumschiffs auf einem fremden, von Ozean bedeckten Planeten. Der Spieler überlebt in einer Rettungskapsel, hat ein leeres Inventar, einen leeren Magen und um sich herum nur Wasser. Die ersten Stunden bestehen aus dem Sammeln von Rohstoffen in den Untiefen, der Suche nach Trinkwasser und der Angst vor dem, was jenseits des Randes der beleuchteten Zone liegt. Das Spiel drängt zu nichts, hat keine klassischen Aufgaben und orientiert sich an Funknachrichten und Datenaufzeichnungen, die der Spieler in Wracks oder Stationen findet. Nach und nach zeigt sich, dass der Planet seine eigene Geschichte hat und dass der Grund, warum niemand von hier entkommen ist, viel älter ist als der Absturz selbst.
Der gesamte Fortschritt verläuft vertikal. Um tiefer zu gelangen, braucht der Spieler bessere Sauerstofftanks, einen widerstandsfähigeren Anzug und vor allem Fahrzeuge, die er selbst baut: den kleinen einsitzigen Seamoth, den schwerfälligen Laufanzug und schließlich ein riesiges U-Boot, das als bewegliche Basis dient. Der Bau eigener Basen ist ein vollwertiges System mit Druckkontrolle, Energie aus Solar-, Wärme- oder Kernquellen und Gewächshäusern. Das Spiel hat bewusst keine Schusswaffen, sodass Begegnungen mit großen Kreaturen durch Ausweichen, Ablenken oder Flucht gelöst werden. Genau das macht den Abstieg in dunkle Abgründe zu einem der spannendsten Dinge, die Survival-Spiele zu bieten haben.
Technisch handelt es sich um ein Spiel mit einer reichen, farblich geschichteten Welt, in der jede Tiefe ihre eigene Fauna, Flora und ihr eigenes Licht hat, was für die Orientierung entscheidend ist. Der Klang unter Wasser ist gedämpft, das Atmen im Anzug misst die Zeit, und ein fernes Brüllen irgendwo in der Dunkelheit ist das wirkungsvollste Horrorelement, das das Spiel hat, ohne sich je als Horror auszugeben. Die Aufnahme war sehr gut, und Subnautica wurde eines der wenigen Survival-Titel mit einem echten Abschluss und einer echten Erzählung. Heute gehört es zu den besten Erkundungsspielen auf dem PC überhaupt, besonders für Spieler, die sich vor der Tiefe fürchten. Auf dem PC hat es keine hohen Anforderungen, wenngleich ältere Versionen gelegentlich unter nachladendem Terrain litten, und es bietet auch einen entspannten Modus ohne Hunger und Durst für jene, die nur erkunden und bauen wollen, ohne Überlebensdruck.
Spiel 74 von 583 für PC / moderní (64bit a GPU)