Diddy Kong Racing
Was, wenn Kart-Rennen nicht bloß eine Reihe von Runden sein sollen, sondern ein ganzes Abenteuer? Diddy Kong Racing aus dem Jahr 1997 vom Studio Rare kam mit einer Antwort, die sich kühn sogar Mario Kart selbst entgegenstellte — und es in mancher Hinsicht an Umfang und Ehrgeiz übertraf.
Der größte Trumpf ist der sogenannte Abenteuermodus. Statt einer schlichten Streckenauswahl erkundet man eine zusammenhängende offene Welt, die in Regionen unterteilt ist, sammelt Ballons, erfüllt Herausforderungen, sammelt geheime Gegenstände und besiegt am Ende jedes Abschnitts einen Boss. Das Rennen erhält so Struktur und Ziel, wodurch das Spiel weitaus umfangreicher wirkt als die damalige Konkurrenz.
Die zweite geniale Idee sind die drei Fahrzeugtypen. Neben dem klassischen Go-Kart kann man ein Hovercraft satteln, das Wasser und unebenes Gelände bewältigt, oder ein Flugzeug, das Luftstrecken mit einer völlig anderen Steuerungsdynamik eröffnet. Jede Strecke ist meist auf ein bestimmtes Gefährt zugeschnitten, und der Wechsel der Fahrzeuge hält die Fahrt frisch und abwechslungsreich.
Diddy Kong Racing ist auch aus Sicht der Spielgeschichte interessant — hier sprangen erstmals Banjo und das Eichhörnchen Conker in ein Spiel, zwei Figuren, die Rare bald in eigene, eigenständige Spiele mitnahm. Es ist also in gewisser Weise eine kleine Brutstätte späterer Kulthelden.
Das Spiel wurde zu einem kommerziellen Hit und verkaufte sich laut verfügbaren Angaben über 4,5 Millionen Mal, womit es zu den erfolgreichsten Titeln von Rare auf dem Nintendo 64 gehört. Die Kombination aus flottem Rennen, abenteuerlicher Struktur und drei unterschiedlichen Fahrzeugen macht es zu einem der einfallsreichsten Stücke seines Genres — wenn Ihnen klassische Runden nicht genügen, bekommen Sie hier eine ganze Welt zum Erkunden.
Warum spielen: Kart-Rennen mit vollwertigem Abenteuermodus und drei Fahrzeugtypen — eine umfangreichere Alternative zu Mario Kart und die Geburtsstätte von Banjo und Conker.
Spiel 11 von 77 für Nintendo 64