Volfied
Ende der 1980er Jahre griff Taito auf die Mechanik seines eigenen Hits Qix zurück und erweiterte sie um einen erzählerischen Rahmen sowie ein actionreicheres Tempo – so entstand Volfied. Der Spieler steuerte eine robotische Sonde, die sich am Rand eines rechteckigen Spielfelds bewegte, und seine Aufgabe bestand darin, schrittweise Fläche abzustecken, um den geforderten Prozentsatz des Gebiets einzunehmen, während sich im Inneren des Feldes Gegner bewegten, die eine unvollendete Linie durchtrennen und den Spieler ein Leben sowie den bereits gezogenen Abschnitt kosten konnten.
Im Vergleich zur Vorlage fügte Volfied die Möglichkeit hinzu, auf Gegner zu schießen und sie vorübergehend zu lähmen, was das Spiel näher an einen Action-Shooter rückte und den rein strategischen Charakter von Qix abmilderte. Die einzelnen Level wiesen unterschiedliche Anordnungen von Hindernissen und Gegnern auf, sodass der Spieler ständig die sicherste Schnittroute neu bewerten musste, während das Zeitlimit und der Druck der steigenden Schwierigkeit näher rückten. Visuell setzte das Spiel auf einen klaren, farblich kontrastreichen Stil, der bereits abgestecktes Gebiet gut lesbar von der verbleibenden Fläche unterschied, und einfache Zwischensequenzen zwischen den Levels verliehen dem Spiel zudem einen Hauch von Handlung.
Volfied erreichte nicht die Popularität seines Vorgängers, wird jedoch bis heute von Fans des Area-Capture-Genres als durchdachte Erweiterung des von Qix definierten Prinzips geschätzt. Die Kombination aus geduldiger Planung und schnellen Reflexen macht es zu einer interessanten Wahl für Spieler, die Logikspiele mit einer Portion Action mögen und denen es nichts ausmacht, dass das Spieltempo gegenüber einer einzigen unüberlegten Route gnadenlos sein kann.
Warum spielen: Für die durchdachte Verbindung von geometrischem Flächenabstecken mit Actionelementen, die das Erbe von Qix weiterentwickelt.
Spiel 133 von 258 für Arcade