Carrier Command
Carrier Command versetzt den Spieler in die Rolle des Kommandanten eines futuristischen Flugzeugträgers, der über ein weitläufiges Archipel segelt und um die Kontrolle einzelner Inseln gegen eine von künstlicher Intelligenz gesteuerte feindliche Flotte kämpft. Das Spiel kombiniert die strategische Führung der gesamten Kampagne, einschließlich der Zuteilung von Ressourcen und der Planung des Vorrückens zwischen den Inseln, mit der direkten Steuerung sowohl des Schiffs selbst als auch seiner begleitenden Flugzeuge und amphibischen Fahrzeuge, zwischen denen der Spieler jederzeit wechseln und sie aus der Ich-Perspektive über Bordanzeigen steuern kann.
Jede Insel verfügt über eigene Ressourcen und Befestigungen, sodass der Spieler Aufklärung, Luftkämpfe und Bodenangriffe kombinieren muss, um sie zu erobern und in sein eigenes Netzwerk von Basen einzugliedern, die das Schiff mit Treibstoff und Munition versorgen, wobei unzureichende Versorgung den Feldzug schnell ausbremsen kann. Auf dem Amiga bot das Spiel für seine Zeit beeindruckende 3D-Grafik mit Drahtgitter- und ausgefüllten Modellen, die flüssig auf die Aktionen des Spielers reagierten, was es zu einem der technisch ambitioniertesten Titel seines Erscheinungsdatums machte. Der Spieler konnte Drohnen auch von der Kommandobrücke aus Befehle erteilen, von wo aus er Radar und Zustand der gesamten Flotte gleichzeitig im Blick hatte.
Elektronische Musik und die Geräusche der Schiffssysteme verstärken das Gefühl der Isolation inmitten eines feindseligen, inselreichen Ozeans, in dem der Spieler nie genau weiß, woher der nächste Angriff kommt. Carrier Command wurde bei seiner Veröffentlichung als innovativer und technisch bemerkenswerter Titel aufgenommen, der die Genres Strategie und Action-Simulation auf eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Weise verband. Es wird bis heute als wegweisendes Spiel erwähnt, dessen offenes Flottenkommando-System spätere Titel mit ähnlichem Ansatz für Echtzeit-Einheitenbefehle und freie Bewegung auf einer offenen Karte vorwegnahm, bei denen der Spieler selbst wählt, auf welche Front er sich gerade konzentriert, anstatt nur eine lineare Reihe getrennter Missionen ohne Einfluss auf das umliegende Geschehen zu durchlaufen.
Warum spielen: Für Fans der ungewöhnlichen Verbindung von Strategie und Action-Simulation ist Carrier Command ein wegweisendes Spiel mit offenem Flottenkommando, dessen freie Bewegung auf der Karte spätere Titel vorwegnahm.
Spiel 110 von 121 für Commodore Amiga