Antarctic Adventure
Kaum ein Spiel fängt die kindliche Unschuld der frühen Achtziger so perfekt ein wie Antarctic Adventure. Der putzige Pinguin Penta flitzt über die verschneiten Ebenen der Antarktis, springt über Eisspalten, weicht Robben aus, die ihre Köpfe aus Löchern strecken, und eilt von einer Forschungsstation zur nächsten, bevor ihm die Zeit ausgeht. Schon 1983 bewies Konami ein Gespür für eingängigen, sofort zugänglichen Spaß, den es ein paar Jahre später zur Perfektion treiben sollte.
Das Spiel läuft in einer Pseudo-3D-Perspektive „in die Ferne" — die Strecke steigt zum Horizont an, und der Spieler beschleunigt, bremst und springt eigentlich nur, und doch entsteht daraus ein überraschend süchtig machender Rhythmus. Jeder Abschnitt endet an der Flagge der nächsten Station, und die Belohnung für Tempo ist die Fortsetzung der Reise rund um den gesamten Kontinent. Die fröhliche Melodie, die der Pinguin vor sich hin summt (ein Arrangement von Dvořáks „Humoreske"), hat sich den MSX-Spielern tief ins Gedächtnis eingebrannt.
Antarctic Adventure wurde zu einem der inoffiziellen Maskottchen der MSX-Ära, und der Pinguin Penta tauchte später auch in weiteren Konami-Titeln auf. Für Retro-Spieler ist es ein reiner, liebenswerter Klassiker — ein Spiel, das selbst nach vier Jahrzehnten noch ein Lächeln hervorruft.
Spiel 29 von 29 für MSX / MSX2