Creaks
Creaks schickt den Spieler in eine unterirdische Welt voller grotesker Maschinen und überdimensionaler Schattenwesen, durch die er einen schweigsamen Helden so führen muss, dass ihn keines der Wesen an einem beleuchteten Ort erblickt. Amanita Design verlässt hier erstmals das klassische Point-and-Click-Adventure zugunsten eines Logik-Plattformers, bei dem der Spieler statt Gegenstände zu kombinieren herausfindet, wie er Hebel, Leitern und Lichter anordnen muss, um durch einen Raum zu gelangen, ohne die im Dunkeln lauernde Gefahr zu wecken.
Die Touchscreen-Steuerung ist auf virtuelle Richtungstasten und eine einzige Aktionstaste reduziert, sodass die Spielbarkeit auf dem Handy trotz des Genrewechsels hin zu einem Jump-and-Puzzle-Spiel überraschend präzise und übersichtlich bleibt. Der visuelle Stil mit dunklen, an Ölgemälde erinnernden Kulissen und einer ungewöhnlich gruseligen, aber dennoch märchenhaften Atmosphäre führt die künstlerische Tradition des Studios fort und treibt sie zugleich in düsterere, traumhaftere Gefilde.
Creaks erschien zunächst exklusiv für Apple Arcade, den Abodienst von Apple, was bedeutete, dass Spieler ohne dieses Abo auf eine spätere Veröffentlichung auf anderen Plattformen warten mussten; zum Zeitpunkt der mobilen Veröffentlichung war das Bezahlmodell somit an das Apple-Arcade-Abo gebunden statt an einen einmaligen Kauf. Trotz seiner düsteren Atmosphäre bleibt das Spiel gewaltfrei – der Held stirbt nicht, wenn er entdeckt wird, sondern wird nur ein Stück zurückgeworfen, sodass sich Rätsel wiederholt ausprobieren lassen, ohne dass man das ganze Kapitel neu starten muss.
Warum spielen: Empfehlenswert für Fans von Machinarium, die den Wechsel hin zu einem atmosphärischen Logik-Plattformer zu schätzen wissen, sollten aber damit rechnen, dass das Spiel hauptsächlich über das Apple-Arcade-Abo verfügbar war.
Spiel 81 von 363 für Mobil (iOS a Android)