Gates of Zendocon
Es gibt Shooter, die einen mit ihrer Perfektion unterhalten, und dann solche, die einen damit unterhalten, wie bizarr sie sind — und Gates of Zendocon gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Dieser horizontale Shooter für den Atari Lynx setzte auf Einfallsreichtum und Schrägheit statt auf strenge Seriosität, und genau damit sicherte er sich seinen Platz in der Lynx-Bibliothek.
Du fliegst von rechts nach links quer durch Dutzende von Levels, allerdings nicht linear — das Spiel ist berühmt für sein System von Portalen, durch die du zwischen völlig unterschiedlichen, oft wunderlichen Welten wechselst. Jedes Tor kann dich in ein Level voller unerwarteter Gegner und kurioser Umgebungen werfen, sodass es hier weit mehr Durchgänge gibt, als du in einem Run zu Gesicht bekommst. Diese Struktur verleiht dem Spiel einen Hauch von Entdeckung, den man bei gewöhnlichen „Fliegen-und-Schießen"-Titeln nicht erwartet.
Als einer der frühen Titel der Konsole führte er vor, was die Taschen-Hardware in einem Genre kann, das auf flüssige Bewegung und Schwärme von Gegnern setzt. Das Gefühl von Fliegen, Schießen und Sammeln von Upgrades ist flott, und sowohl die zeitgenössische Presse als auch die Spieler reihten ihn neben andere solide Lynx-Shooter ein.
Es ist kein Titel, der versucht, der präziseste oder anspruchsvollste Shooter seiner Zeit zu sein. Sein Zauber liegt in der Vielfalt und der verspielten Fantasie — darin, dass man nie genau weiß, was einen hinter dem nächsten Tor erwartet. Das macht ihn zu einer unterhaltsamen Fahrt für jeden, der es mag, wenn ein Spiel ihn überraschen kann.
Heute ist Gates of Zendocon einer jener Lynx-Exklusivtitel, die man gerade wegen ihrer Eigenwilligkeit ausprobieren sollte — eine Erinnerung an eine Zeit, in der sich die Schöpfer erlauben konnten, richtig eigensinnig zu sein.
Warum spielen: Ein flotter und einfallsreicher horizontaler Shooter voller Portale und bizarrer Welten, der durch Entdeckung und eine eigenwillige Fantasie unterhält.
Spiel 5 von 30 für Atari Lynx