Choplifter
Choplifter bringt auf das Atari 7800 das bewährte Konzept der Hubschrauber-Rettungsaktion, das Computer Anfang der 1980er Jahre berühmt machte. Der Spieler steuert einen Kampfhubschrauber, fliegt über feindliches Gebiet, landet an Gefangenenlagern, nimmt Zivilisten an Bord und bringt sie in Sicherheit, während er sich gleichzeitig gegen Panzer, Kampfjets und Flugabwehrfeuer wehren muss. Die entscheidende Fähigkeit ist eine feinfühlige Flugsteuerung – zu abrupte Manöver können die geretteten Zivilisten verletzen oder töten, sodass das Spiel eher Besonnenheit als Waghalsigkeit belohnt, wobei gerade die für die Landung nötige Präzision das Spiel anfangs anspruchsvoller macht, als die einfache Vorgabe vermuten lässt.
Auf dem 7800 wirkt das Spiel übersichtlich, das Scrollen des Geländes ist flüssig, und die Silhouetten von Gebäuden, Soldaten und Flugzeugen sind auch in Bewegung gut zu erkennen, was es dem Spieler erlaubt, schnell einzuschätzen, wo die größte Gefahr droht. Die Klangkulisse ist sparsam gehalten und konzentriert sich auf das Rotorengeräusch und Explosionen, was zur militärischen Thematik des Spiels passt und während des konzentrierten Spielens, bei dem gleichzeitig Treibstoff, Zivilistenladung und Gegnerbewegungen im Auge zu behalten sind, nicht störend wirkt. Die Steuerung per Joystick simuliert das Flugerlebnis gut, wenn auch vereinfacht gegenüber späteren Simulatoren, und konzentriert sich vor allem auf flüssiges Abdrehen und Bremsen.
Das ursprüngliche Choplifter auf Computern Anfang der 1980er Jahre war eines der ersten Titel, die Action mit einer Rettungsmission statt reiner Gegnervernichtung verbanden, und dieser Ansatz beeinflusste zahlreiche spätere Spiele mit Hubschrauberthematik sowie das breitere Genre der Action-Rettungsmissionen. Die Atari-7800-Version machte dieses Konzept auch Konsolenbesitzern zu einer Zeit zugänglich, als das Genre bereits etabliert war, und bot es in einer an den Controller und den kleineren Systemspeicher angepassten Form an, wobei das grundlegende Gefühl der Verantwortung für die Sicherheit der geretteten Figuren erhalten blieb. Heute wird das Spiel vor allem Spieler ansprechen, die sich für die Geschichte des Rettungsaktion-Genres interessieren – es ist eine ruhigere, durchdachtere Alternative zu den rein schießorientierten Titeln seiner Zeit.
Warum spielen: Für eine ruhigere, durchdachtere Alternative zu den rein schießorientierten Titeln seiner Zeit, geschätzt vor allem von Spielern mit Interesse an der Geschichte des Rettungsaktion-Genres.
Spiel 14 von 37 für Atari 7800