Bomb Jack
Ein Held im blauen Trikot, der über den Bildschirm gleitet, die Zündschnüre von Bomben vor der Kulisse berühmter Bauwerke einsammelt und einem Schwarm von Feinden ausweicht. Bomb Jack aus dem Jahr 1984 ist einer der liebenswertesten und süchtig machendsten Plattformer des japanischen Studios Tehkan, das später unter dem Namen Tecmo berühmt wurde.
Das Konzept ist in seiner Einfachheit ausgefeilt. Auf jedem Bildschirm sind vierundzwanzig Bomben verteilt, und deine Aufgabe ist es, sie alle einzusammeln. Jack kann hoch springen und durch die Luft segeln, sodass du eher seinen Flug als seinen Gang steuerst. Die eigentliche Tiefe liegt im Punktesystem. Sammelst du die Bomben in der Reihenfolge, in der gerade ihre Lunten brennen, erhältst du deutlich mehr Punkte und löst Bonusketten aus. Die Jagd nach einem Highscore wird so zum Kern des ganzen Erlebnisses.
Feinde in Form von umherfliegenden Ungeheuern und Vögeln durchstreifen den Bildschirm, und das Einsammeln einer Bonusmünze verwandelt sie vorübergehend in harmlose Münzen, die du gefahrlos einsammeln kannst. Die Hintergründe der einzelnen Level zieren stilisierte Silhouetten der ägyptischen Pyramiden, griechischer Tempel oder futuristischer Städte, was dem Spiel eine unverwechselbare Atmosphäre verleiht.
Bomb Jack wurde vor allem in Europa ein großer Hit, wo es unzählige Portierungen auf Heimcomputer wie den ZX Spectrum, Commodore 64 oder Amstrad CPC erhielt, und gerade auf diesen Maschinen lernten viele europäische Spieler es zuerst kennen. Der Erfolg führte zur Entstehung der Fortsetzung Mighty Bomb Jack und weiterer Variationen, die das Prinzip weiterentwickelten.
Heute bezaubert Bomb Jack durch seine Leichtigkeit und seine geradezu tänzerische Bewegung. Das Segeln durch die Luft hat eine angenehme Geschmeidigkeit, und das Bemühen um die perfekte Bombenkette zieht dich in einen Wettstreit mit dir selbst. Es ist die reine Freude an Bewegung und Sammeln, ohne ein einziges überflüssiges Element.
Warum spielen: Für das leichte, geradezu schwerelose Gameplay und das clevere Punktesystem, das aus einfachem Sammeln eine endlose Jagd nach dem perfekten Score macht.
Spiel 40 von 258 für Arcade
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Die Tehkan-Arcade-Platine bewältigte die flüssige Animation von Jack vor bunten Kulissen berühmter Bauwerke mit Schwärmen von Gegnern ohne Verlangsamung, was den Automaten für seine Zeit visuell reichhaltig machte. Die von Elite Systems veröffentlichte Amstrad-CPC-Version zählte zu den überzeugenderen Heimumsetzungen von Arcade-Spielen der Mitte der 1980er Jahre – die ordentliche Farbpalette des CPC hielt Hintergründe und Figuren erkennbar, und das Spielgefühl bewahrte das Tempo von Springen und Bombensammeln. Dennoch mussten Kulissendetails vereinfacht und die Zahl gleichzeitig bewegter Gegner reduziert werden, damit das Spiel auf schwächerer Hardware nicht stockte. Für das flüssigste und farbenprächtigste Erlebnis bleibt die Arcade-Version die Referenz.